Leserbriefe

Erwartungen an den dritten Runden Tisch

27.06.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Barbara Dürr, Nürtingen. Beim zweiten Runden Tisch zum Bebauungsplan Wörth östlich kam der Bürger aus dem Staunen nicht heraus. Am ersten Runden Tisch war vereinbart worden, dass jeder seine Hausaufgaben machen soll. Das Forum Wörth hat sie gemacht, es hat keine Mühen gescheut, mit Unterstützung durch die Fachhochschule und Frau Höhne eine Präsentation auf die Füße zu stellen, die von allen Beteiligten große Anerkennung fand. Auch die Bürger haben sich ins Zeug gelegt und einfallsreiche Ideenskizzen vorgetragen, Herr Frey vom BUND hat auf fundiertem Wissen basierte alternative Pläne dargestellt, die Nürtinger Liste/Grüne haben einen grundlegend veränderten Diskussionsvorschlag gemacht – allen, die sich engagiert Gedanken gemacht haben, ist zu danken für die aufgebrachte Zeit und Mühe.

Aber auch die Verwaltung hatte Hausaufgaben aufbekommen, und diese wurden nicht oder nur unvollständig gemacht, viele Fragen konnten nicht oder nur unzureichend beantwortet werden: Sei es, dass bis dato nichts zu den abgeschlossenen Leistungsverträgen zwischen Siedlungsbau und Stadt Nürtingen gesagt werden konnte, oder zu der Kostenfrage des Hochwasserschutzes ungesicherte Kosten zwischen 1000 und 6000 Euro pro Meter des Damms in den Raum gestellt wurden. Alternativvorschläge hierzu gab es nicht. Die Finanzvorlage, vorgestellt durch den Stadtkämmerer, warf mehr Fragen als Antworten auf, sei es bezüglich des Zustandekommens der unterschiedlichen Quadratmeter-Preise, sei es, dass keinerlei Aussagen zu weiteren Förderprogrammen oder Zuschüssen gemacht werden konnten, überhaupt konnte über die Belastbarkeit der einzelnen Zahlen nichts Klärendes gesagt werden.

Nun steht der dritte und letzte Runde Tisch am Montag an. Zu hoffen ist, dass hier Konkreteres zutage kommt, sodass eine Empfehlung durch die ausgewählte Gruppe am Runden Tisch überhaupt möglich wird. Wie in der Zeit von drei Stunden die noch fehlenden und fehlerhaften alten Fakten, zudem auch noch die weiteren ausstehenden Informationen in die zu erstellende Empfehlung eingearbeitet werden können, erscheint schleierhaft. Nur als Erinnerung seien hier erwähnt: die Bewertung Freizeit, Ökologie, Tourismus, das Stadtbild, die Gesamtplanung, Standsicherheit des alten Dammes, Feuerwehrzufahrt, barrierefreier Zugang zum Neckar, der Verkaufspreis, die Alternativpläne der Bürger und Bürgerinnen und, und, und . . .

Eine rege Beteiligung aus der Bevölkerung ist sehr zu wünschen und zu unterstützen. Man kann sich über die alternativen Pläne und Protokolle des Runden Tisches informieren, indem man sich im Internet über das forum-woerth.de einwählt. Und schließlich unterstützt jeder Bürger, der am kommenden Montag an der Sitzung des dritten Runden Tisches teilnimmt, die bisher geleistete Arbeit für eine alternative Bebauung und Nutzung des Wörth-Areals.

Leserbriefe

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