Leserbriefe

Erös hat über 30 Schulen gegründet

26.11.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ulrich Immendörfer, Frickenhausen-Linsenhofen. Zum Artikel „Bildung ist die beste Waffe!“ vom 17. November. Ich erinnere mich an den Sturm der Entrüstung, den die damalige Ratsvorsitzende der EKD, Margot Käßmann, auslöste mit dem Satz „Nichts ist gut in Afghanistan!“. Von daher empfahl sich jetzt vielleicht ein eher bescheidener Bericht über die Kritik eines profunden Afghanistan-Kenners.

Worauf es Erös ankam ist darzustellen, mit welchem Dilettantismus die westlichen Mächte glaubten und bis heute noch glauben, den Afghanen Demokratie und Frieden bringen zu können. Ohne Kenntnis der Mentalität dieses vielgestaltigen Volkes und seiner Sprachen ist das nicht möglich. Man überlegt sich, wie viele Soldaten und Polizisten man in Afghanistan einsetzen muss. Man überlegt sich aber nicht, wie viele Schulen gebaut werden müssten für ein Land, in dem die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung nicht lesen und schreiben kann.

Diese Leute von einer Flucht nach Deutschland abhalten zu können durch Plakate „Sie wollen nach Deutschland? – Haben Sie sich das auch gut überlegt?“ glaubt zum Beispiel die Bundesrepublik. Wer dann doch lesen kann, versteht das nur als Aufforderung, die Reise gut zu planen. Bei der stark wachsenden Bevölkerung müsste alle paar Jahre die Anzahl der Schulen verdoppelt werden.

Hier setzt Erös an. Er hat bisher 30 Grund- und „Oberschulen“ gebaut, dazu Lehrwerkstätten, Gesundheitsstationen und Waisenhäuser. Zuletzt konnte er sogar in Laghman, im Nordosten Afghanistans, eine Universität einweihen. Mit seinem Vortrag wollte Erös nicht nur informieren, sondern auch sehr unaufdringlich für Spenden werben, denn um unabhängig zu bleiben, arbeitet er nur mit privaten Spenden und mit dem Erlös aus dem Verkauf seiner Bücher. Seine Homepage findet man unter www.kinderhilfe-afghanistan.de, für weitere Interessenten und potenzielle Spender sei sie hier genannt.

Leserbriefe

Soziales Gefüge wird auseinandergerissen

Barbara Meyer, Wolfschlugen. Zum Artikel „Erstunterbringung wird aufgelöst“ vom 29. März. Es ist wieder echt zum K . . ., was der Kreis mit den Flüchtlingen macht. Die Gemeinde würde die Geflüchteten am Ort behalten, der Kreis sagt: Nein, wir verfrachten die einfach mal wieder woanders hin. Es…

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