Leserbriefe

Erlebbarkeit des Neckars bewahren

17.06.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dieter Braunmüller, Nürtingen. Die Bürgerinteressen der hochgelobten bürgerorientierten Stadt Nürtingen werden weiterhin nicht ernst genommen. Vor einigen Jahren legte das Forum Wörth 3000 Bürgerunterschriften vor, weil sie mit der zweireihigen Neckaruferbebauung zwischen Steinachmündung und Ruderclub nicht einverstanden sind. Ein Umdenken fand bei der Stadt und der Gemeinderatsmehrheit bisher nicht statt. Die unterschriftsreifen Verträge warten lediglich noch auf passende Schlupflöcher beim Hochwasserschutz.

Nun passiert auf dem gegenüberliegenden Neckarufer bei der Freien Kunstschule genau die gleiche Misere. Und da könnte es ruck, zuck gehen. Wieder ist ein idyllischer Neckarabschnitt gefährdet. Dieses Mal mit einem fünfgeschossigen Hotelkomplex auf städtischem Grund und Boden. Es fehlt einfach an Phantasie, wie die Interessen der Bürger nach „Erlebbarkeit des Neckars“ großzügig umgesetzt werden könnten, zum Beispiel durch Bänke, Tische, Liegestühle, Blumenwiesen, Grünflächen, Liege- und Spielwiesen, getrennte Rad- und Fußgängerwege und so weiter. Die vielen Landesgartenschauen mit den Aufwertungen der Flusslandschaften können eine Fülle von Anregungen geben. Die städtische vordergründige Idee von Biergarten und Hotelterrasse ist kein stichhaltiges Argument, zumal sich bei der Stadtbrücke ohnehin schon zwei Gaststätten mit idyllischen Terrassen befinden.

Die Nürtinger sollten aktiv werden, wenn es um die Zukunft der Stadt und die Neckaruferbebauung geht. Wir müssen die Erlebbarkeit des Neckars bewahren! Erinnern möchte ich an das Zitat von Perikles, das die Bürgeraktion Innenstadt und Stadtentwicklung Nürtingen e. V. (BAIS) vor 40 Jahren auf ihre Plakate geschrieben hat: „Wer an den Dingen der Stadt keinen Anteil nimmt, ist kein stiller, sondern ein schlechter Bürger“.

Die Möglichkeit, sich vor Ort über dieses Gelände und die geplante Baumaßnahme, die auch eine Verlegung des bisherigen Neckarradweges in den Uferbereich zur Folge hat, zu informieren, besteht von meiner Seite am Sonntag, 18. Juni, um 11 Uhr bei einem Gespräch im kleinen Biergarten bei der Freien Kunstschule. Die Stadtverwaltung lädt zum Informationsgespräch am Montag, 19. Juni ein.

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