Leserbriefe

Energiewende ist politisch nicht gewollt

10.12.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hermann Frey, NT-Neckarhausen. Zum Artikel „Plant Eon den Kernkraft-Deal?“ vom 2. Dezember. Jetzt schlägt’s 13, Eon stellt auf erneuerbare Energie um. Was steckt da wohl wieder dahinter? War die Wende von der Wende doch nicht das Gelbe vom Ei? Dazu noch vor ein paar Monaten der Versuch, die alten Atomanlagen in eine Stiftung zu überführen, damit wäre man mit der Entsorgung der Altanlagen aus dem Schneider. Für die Entsorgung vom jahrelang erzeugten Atommüll wird wohl nach wie vor die Allgemeinheit, sprich der Steuerzahler zuständig sein, die Profite wurden ja schon anderweilig verteilt. Dabei gibt es bis heute weltweit kein auch nur annähernd funktionierendes Entsorgungsmodell.

Unsere Generation mutet nachfolgenden Generationen zu, 25 000 Jahre unseren Müll zu sichern (wie lange stehen die Pyramiden in Ägypten?). Dabei sind genau genommen alle Atomkraftwerke – zumindest in Deutschland – illegal, denn sie wurden alle unter der Voraussetzung genehmigt, dass ein funktionierendes Entsorgungskonzept geschaffen wird. Warum nehmen wir das nicht selbst in die Hand? Alternative und regenerative Energie steht mit Wind, Sonne, Biogas, Wasser et cetera in ausreichenden Mengen zur Verfügung.

Gegenargument: Ja, aber nicht wenn Bedarf besteht. Aber doch: Man braucht nur nicht die Windräder bei hohen anfallenden Leistungen abzuschalten, sondern mal Grips verwenden und die überschüssige Energie speichern. Das geht nicht? Doch, man muss nur die anfallende überschüssige Leistung umwandeln, durch Aufspaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff, diese Energie kann gespeichert werden und bei höherem Bedarf über Gasturbinen in Strom umgewandelt werden. Dazu ist zum Wasserstoff (hochdichte Energie) ein kleiner Teil anderes Gas, zum Beispiel Biogas oder Erdgas (Methan) erforderlich. Das alles ließe sich in regionalem und überregionalem Bereich bewerkstelligen und umsetzen, auch ohne die wiederholt geforderten Stromtrassen, welche wiederum auch nur der kleine Endverbraucher bezahlen soll.

Über diese Möglichkeit habe ich mich mit einer Bekannten, Energieberaterin (in einer süddeutschen Weltfirma) und frei tätig, unterhalten. Ja das geht! Und warum macht man das nicht? Das ist politisch so nicht gewollt. Übrigens: der Haitzinger hat es mal wieder gut getroffen – Eon macht die Wende und kippt der Allgemeinheit den Müll vor den Karren.

Leserbriefe

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