Leserbriefe

Einem Bürger wird angst und bang

05.10.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Alfred Schäufele, Nürtingen. Zum Artikel „Sechs Kandidaten im Selbstporträt“ vom 1. Oktober. Nach der Kandidatenvorstellung am Donnerstag wird mir angst und bang. Nürtingen hat die Wahl? Nein – wir haben keine Wahl, wenn ich sehe, wer sich um das Amt des Oberbürgermeisters beworben hat.

Ein junger Mann, der sich in seinem Lebenslauf in erster Linie darauf bezieht, wer Großvater, Vater und Mutter hier in Nürtingen waren oder sind, der mit neuester Technik alle Information jedem und überall zugänglich machen wird, möchte in Zukunft die Geschicke der Stadt lenken. Er ist staatlich geprüfter Rettungsassistent, das macht er uns in seinem Leserbrief nochmals deutlich, mit demnächst einem geprüften Abschluss des BWL-Fernstudiums.

Ein weiterer Oberbürgermeisterkandidat ist zwar körperlich imposant, präsentiert aber ein Programm, in „dem wo“ er für alles Mögliche steht – allerdings sagt er uns nichts darüber, wie er das alles finanzieren will.

Der Nächste im Bunde will für alles und jedes ein Gesamtkonzept mit der Nürtinger Bürgerschaft erarbeiten, allerdings hat er vergessen, für sich selbst ein Gesamtkonzept zu erstellen, denn er wirkt vor allem eines: konzeptionslos. Ach ja, er will gerne eine Bürgermeisterwohnung im Hölderlinhaus einrichten und den Satz „Alle Macht geht vom Volke aus“ über die Türe seiner Amtsstube schreiben lassen, sollte er gewählt werden.

Als einziger Gegenkandidat des Amtsinhabers erkannte der fünfte Bewerber, der „OB-Kandidat der Herzen“, seine Eignung für dieses Amt, er stellte nämlich fest, dass er absolut keine Qualifikation dafür vorweisen kann. Jedoch ist ihm wichtig, dass er „zertifizierter Automobilverkäufer“ ist, nicht zu verwechseln mit einem x-beliebigen Autoverkäufer.

Zum guten Schluss entführte uns die OB-Kandidatin in die schönsten Ecken von Nürtingen. Ihr Heimatfilm hat mich tief berührt, gilt doch ihr Augenmerk dem Bewahren und Beschützen dieser schönen Flecken in Nürtingen. Bis auf eines: Sie steht für eine Autobahn – und zwar für die Datenautobahn in Form des Glasfaserkabels. Ansonsten muss sie vor allem in eigenem Interesse die Ganztagsbetreuung an Schulen ausbauen, sollte sie Oberbürgermeisterin werden, denn dann wird sie von ihren Kindern nicht mehr viel haben.

Die Gegenkandidaten haben eines gemeinsam: sie verfügen weder über die unbedingt notwendige fachliche Qualifikation noch Führungskompetenz sowie Berufserfahrung, die das Amt eines Oberbürgermeisters voraussetzt.

Leserbriefe

Schlechte Luft und Stochern im Nebel

Sven Ralphs, Frickenhausen. Zum Artikel „Filtern, absaugen, reinigen“ vom 16. Februar. Echte Lösungen zur Luftverbesserung fehlen. Grüne und CDU scheinen vor lauter schlechter Luft im Nebel zu stochern. Als Lösung gegen die schlechte Luft in Stuttgart soll nun also die Luft gefiltert werden. Mit…

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