Leserbriefe

Ein Makrelenfest ohne Makrelen

31.07.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Francisco Martinez, Nürtingen. Eine Festivität mit dem Hauptnominator zu titulieren, erfordert generell viel Organisationsvolumen. Als Verantwortlicher für Vereinsbewegungen maße ich mir an, beurteilen zu können, wann eine Vereinsfestivität gut und durch alle Instanzen und Maßnahmen präzise organisiert und durchgeplant wurde. Beim Wendlinger Makrelenfest drängt sich mir allerdings mittlerweile der Gedanke auf, dass es sich hierbei lediglich um das reine Vereinskasse-Befüllen handelt. Zu diesem Schluss komme ich aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen der vergangenen vier Jahre und aufgrund von Aussagen aus meinem Bekanntenkreis. In den letzten vier Jahren gab es schlichtweg sonntags ab 15 Uhr keine Makrelen mehr. Stattdessen mussten sich die Besucher mit Schweinehals und Kartoffelsalat zufriedengeben. Wurde in den vergangenen Jahren der Ausverkauf der Makrelen auf das Wetter am Sonntagnachmittag zurückgeführt, kann in diesem Jahr der total verregnete Samstag wohl nicht als Argument herhalten.

Wenn man dann am Sonntagnachmittag voller Hoffnung – nach viermaligen gescheiterten Vorhaben – an den Wendlinger See gewandert ist und erneut mit der Aussage konfrontiert wurde „Makrelen ausverkauft“, so zeigen sich deutlich gewisse Schwächen in der Einkaufslogistik dieses Vereins.

Jedenfalls darf überlegt sein, ob es einen Freiwilligen gibt, der sich im kommenden Jahr parallel zur Bundesstraße hinstellt und sonntags ab 15 Uhr privat und mit kundenorientierter Ader Makrelen verkauft. Das würde sicherlich den Fischerfreunden Wendlingens nicht schmecken, aber es wäre wenigstens im Sinne der Konsumenten.

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