Leserbriefe

Ein Kandidat sollte saubere Weste haben

20.10.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Mundy Hassan, Neckartenzlingen. Zum Artikel „Drei Kandidaten im zweiten Wahlgang“ vom 13. Oktober. Musical-Produzent Bernhard Kurz mischt sich in den Wahlkampf seines Sohnes ein und versucht, Druck auszuüben. Er wäre gut beraten gewesen, wenn er sich vorab über die Pressefreiheit informiert hätte, die das Recht von Rundfunk, Presse und anderen (etwa Online)-Medien auf freie Ausübung ihrer Tätigkeit, vor allem das unzensierte Veröffentlichen von Informationen und Meinungen beinhaltet. Die Pressefreiheit soll die freie Meinungsbildung gewährleisten. In Deutschland gewährleistet diese Artikel 5 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland und das ist nicht neu. Was Herr Gerrmann berichtet hat, dürfen wir Bürger begrüßen und uns darüber freuen und nicht ablehnen, denn es geht hier um ein höchstes Amt in Nürtingen.

Abgesehen davon wurde der Sohn von Bernhard Kurz rechtzeitig informiert, wie die Redaktion der Nürtinger Zeitung in ihrer Ausgabe vom 12. Oktober berichtet. Wer Oberbürgermeister werden will, sollte zumindest sowohl im Vorfeld als auch während des Wahlkampfs auf eine saubere Weste und gute Charaktereigenschaften achten. Ein Erwachsener braucht keinen Babysitter, um eigene Probleme zu lösen. Druck auszuüben, egal in welcher Form, hat noch keinem gedient. Bernhard Kurz sollte auch wissen, dass Herr Jürgen Gerrmann nicht im Regen steht. Neben vielen Lesern der Nürtinger Zeitung stehen auch Freunde und die Medien zum Schutz seines guten Rufs. Er gehört zu jenen unabhängigen Journalisten, die Zivilcourage haben, jemanden direkt auf sein Unrecht hinzuweisen. Sein seit Jahren großes Engagement für die Aktion „Licht der Hoffnung“ wissen viele Bürger im Altkreis Nürtingen sehr zu schätzen und danken ihm für seine aufopfernde Arbeit.

Unwahrheiten haben kurze Beine. Denn was der OB-Kandidat über das Urheberrecht behauptet beziehungsweise, dass er dagegen nicht verstoßen haben soll, stößt bei informierten Lesern auf Unverständnis. Man muss sich fragen: was der Kandidat sagen will? Oder will er um Gnade bitten?

Leserbriefe

Nürtingen sollte die Chance nutzen

Maike Pfuderer, Stuttgart. Zum Artikel „Neckarufer-Bebauung auf Eis gelegt“ vom 14. Februar. Mit großer Freude las ich vom Beschluss des Gemeinderats, sich doch wieder auf die Seite der Bürger zu stellen und den Platz auf dem Melchior-Areal bis auf Weiteres so zu belassen. Investoren sind eben…

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