Leserbriefe

Ein beeindruckendes Theaterstück

11.10.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Samuel Schmohl, für die Klasse 9b der Geschwister-Scholl-Realschule Nürtingen. Zum Artikel „Und wer hat Schuld?“ vom 5. Oktober. Wir, die Klasse 9b der Geschwister-Scholl-Realschule, waren im Schlosskeller, um uns das Theaterstück „www.du-opfer.de“ der Musik- und Jugendkunstschule anzuschauen. In dem Stück ging es um eine Klasse, in der gemobbt wurde. Das Thema „Mobbing“ fanden wir sehr interessant, da wir selber Schüler sind und uns in der gleichen Altersgruppe wie die Opfer, Täter und Mitläufer des Theaterstücks befinden.

Das Thema wurde durch die Inszenierung äußerst eindrücklich und realitätsnah umgesetzt, was uns zum Nachdenken anregte. Die Schauspieler spielten die Szenen sehr wirkungsvoll, da sie sich sehr gut in die Rollen hineinversetzten und in den gespielten Charakteren aufgingen. Einige der Akteure erzählten uns in der anschließenden Fragerunde sogar, dass sie eigene Szenen aus ihrem Leben eingebaut hatten.

Das Thema „Mobbing“ insbesondere über das Internet ist an unseren Schulen leider brandaktuell. Vieles läuft über Internetplattformen wie Facebook und WhatsApp, wo es sehr einfach ist, einzelne Mitschüler aus der Klassengemeinschaft auszuschließen, zu beleidigen oder gar fertigzumachen und selber anonym zu bleiben. Dies wurde in dem Stück gut vermittelt. Einerseits halfen dabei die Requisiten, die sehr einfach, aber wirkungsvoll waren. So saßen die Schauspieler auf Stühlen und hatten Tastaturen auf ihren Beinen, während die Eltern nichts von den Beleidigungen ihrer Kinder übers Internet mitbekamen. Andererseits verrieten die Akteure uns, dass sie bis kurz vor der Aufführung noch Szenen schrieben und hinzufügten, weil sie so noch authentischer das brisante Thema darstellen konnten.

Zusammenfassend können wir sagen, dass uns der Theaterbesuch sehr gut gefallen hat und wir jedem das Stück weiterempfehlen können. Die Schauspieler stellten sich am Ende des Stückes noch unseren Fragen, was wir klasse fanden. Unklarheiten konnten so beseitigt werden und wir kamen in Kontakt mit den Menschen, die hinter dem Charakter standen. Besonders beeindruckt hat uns auch, dass die Theaterklasse der Musik-und Jugendkunstschule das Stück selber geschrieben hat und somit Text und Inszenierung von Jugendlichen stammte, die ungefähr so alt wie wir selber sind. Es wurde uns zum einen gezeigt, dass wir nicht einfach wegschauen und weiterlaufen dürfen. Mobbing betrifft die ganze Klasse und Mitläufer sind auch Täter. Zum anderen wurde in dem Stück deutlich, dass jeder so akzeptiert werden muss, wie er ist, weil das gerade die Vielfalt unserer Gesellschaft ausmacht. Jedoch sind wir alle froh, dass wir selbst noch nie so einen krassen Fall erleben mussten und das Ganze nur ein Theaterspiel war. Wir freuen uns schon auf das nächste Stück des Ensembles!

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