Leserbriefe

„Ein Aufschub ist das Mindeste“

02.07.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bärbel Heß, Nürtingen. Zum Artikel „Bauausschuss wurde Pause verordnet“ vom 24. Juni. Als ich diesen Artikel gelesen habe, hat es mir fast die Sprache verschlagen. Laut Nürtinger Zeitung hatten mindestens drei Fraktionen Beratungsbedarf angemeldet, unter anderem auch zum Thema Abriss der Laiblinstegbrücke. Als Anwohnerin bin ich an diesem Thema besonders interessiert. Es gab nicht nur 800 Einwendungen (wie in dem Artikel zitiert), sondern über 850 Unterschriften gegen den Abriss.

Die Zählung am 3. Juni hat ergeben, dass die Brücke an diesem Tag 641 Mal als Übergang in die Stadt oder aus der Stadt genutzt wurde. Bei dem Vor-Ort-Termin am 11. Juni konnten sich die anwesenden Gemeinderäte von der ständigen Nutzung dieses Überganges selbst überzeugen.

Es ist nach meinem Verständnis kein Zeichen von Schwäche, wenn ein einmal gefasster Beschluss sich als falsch herausstellt und korrigiert werden muss. Ein Maulkorb für den Gemeinderat – gewählt, um die Interessen der Bürgerschaft zu vertreten – ist nicht die richtige Lösung. Herrn Oberbürgermeister Heirich möchte ich daran erinnern, dass er sich bei seinem Amtsantritt verpflichtet hat, dem Wohl der Stadt zu dienen. Gegen das Anliegen der Bürger? Kaum denkbar!

Die Bürokraten im Rathaus berufen sich auf einen gültigen Beschluss. Dass es gegen diesen Beschluss massiven Widerstand gibt, ist ihnen scheinbar noch nicht zu Ohren gekommen. Das Mindeste, was man erwarten kann, ist ein Aufschub der Arbeiten, bis das Thema neu verhandelt worden ist.

Leserbriefe

Die Stomleitung in den Boden verlegen

Reinmar Wipper, Nürtingen. Zum Artikel „Wohnungsbau im Gewann Wasserfall“ vom 13. Juli. „Zur Hochspannungsleitung halten wir dabei gebührend Abstand“, meint Stadtplanerin Schreiber bei der Vorstellung der Wohnbaupläne am Schelmenwasen. Diese Maßeinheit bedarf einer Präzisierung: Was ist…

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