Leserbriefe

Ehe für alle und die Gewissensfrage

06.07.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Lydia Hofstadt, Erkenbrechtsweiler. Zum Artikel „Ehe für alle kommt doch“ vom 28. Juni und zum Leserbrief „CSU verrät ihre christlichen Wähler“ vom 29. Juni. Als ob es in unserem Land nichts Wichtigeres zu regeln gäbe, wird jetzt im Bundestag über die Ehe für alle abgestimmt. Nach Schätzungen sind circa zehn Prozent der männlichen und weiblichen Bevölkerung schwul oder lesbisch. Es ist doch ausreichend, das Zusammenleben Gleichgeschlechtlicher in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft zu regeln. Kinder zu adoptieren sollte keinesfalls ermöglicht werden. Die Gründe dafür hat Dr. Steigerwald in seinem Leserbrief sehr ausführlich beschrieben und dem schließe ich mich voll und ganz an. Kinder werden durch das Elternhaus und das was ihnen vorgelebt wird geprägt, woran sollen sie sich denn sonst orientieren?

Stichwort Gewissensfrage. Es ist mir jetzt erst bewusst geworden, dass Abstimmungen im Bundestag einem Fraktionszwang unterworfen sind und nicht nach dem eigenen Gewissen abgestimmt wird. Deshalb ist es noch wichtiger, sich vor der nächsten Wahl genau zu informieren und sich die Kandidaten anzusehen, die man für fähig und standhaft hält, ob sie das, was sie vor der Wahl versprechen, auch durchzusetzen vermögen. Vor wenigen Tagen wurde in der ARD die Regierungserklärung zum G20-Gipfel übertragen. Es war sehr informativ, die Fraktionen und die einzelnen Volksvertreter zu beobachten, es erleichtert mir die Wahl im September.

Leserbriefe