Leserbriefe

Die Zukunft für den Kopfbahnhof

24.11.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Das Projekt Stuttgart 21“ vom 19. November. Pressefreiheit gilt etwas in der Nürtinger Zeitung: Am Samstag erschien eine ganze Seite mit kritischen Leserbriefen, davon 80 Prozent mit guten Argumenten für den modernisierten Kopfbahnhof. Eine breite Zustimmung zum Ausstieg aus S 21. Leider kommen auf der Titelseite aber auch Beiträge von den Stuttgarter Nachrichten: Zum Beispiel ein riesiges Titelbild mit der Bahnhofshalle in zehn Jahren, ohne Leben, denn die 120 000 Fahrgäste quälen sich im Keller darunter zu den vier engen Bahnsteigen mit den nur noch acht Gleisen.

Und dem an S 21 gescheiterten Architekten Ingenhoven wird eine ganze Seite eingeräumt, gefolgt von einer Doppelseite über S 21 mit klein gedruckten Informationen, die man genau lesen sollte: Keine Baugenehmigung für Flughafen! Auch nicht mehr für den Fildertunnel! Nicht für Untertürkheim! Die Kostengrenze von 4,526 Milliarden ist erreicht und keiner will mehr bezahlen. Seit 2009 sind die Kosten um 30 Prozent gestiegen. Jetzt sollen zehn Jahre keine Teuerungen mehr kommen? Wer soll das glauben? Aber es fehlt das Bild mit dem modernisierten Kopfbahnhof: Eingebettet in den Schlosspark am Rande des Südflügels mit Cafés und Kulturstätten liegt der Bahnhof mit 16 Gleisen und acht breiten Bahnsteigen für 120 000 zufriedene Fahrgäste. Und mehr Verkehr auf die Schiene ist auch sofort möglich, denn der „pünktlichste Bahnhof“ (Stiftung Warentest) hat noch freie Kapazität von jetzt 37 Zügen bis 56 Züge laut seriösem Gutachten Vieregg-Rössler.

Die Fachleute der Bahn werden mit Freuden die Modernisierung übernehmen, wenn endlich S 21 nicht mehr im Wege steht und mit maximal 350 Millionen – niemals 1,5 Milliarden – das 15 Jahre alte Drama S 21 beendet wird. Dann ist auch die neueste und ganz üble Irreführung der Immobilien-Profiteure schnell wieder erledigt: „Park oder Gleise“ auf Groß-Werbeflächen. „Park und Gleise“, wie bisher und noch besser. Das ist die echte und ehrliche Zukunft mit dem Kopfbahnhof.

Leserbriefe

Ist Utopie auch am Neckar erlaubt?

Dorothea Röcker, Nürtingen. Zum Artikel „Infoveranstaltung zur Gartenschau“ vom 2. November. Eine Landesgartenschau ist ein zukunftsweisendes Projekt und muss deshalb ganzheitlich gedacht werden, wenn sie Entwicklungsprozesse in Gang setzen soll. Das Thema „Grüne Stadt am Fluss“ war schon immer…

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