Leserbriefe

Die Vertriebenen haben mit angepackt

05.08.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hildegard Kemmler, Großbettlingen. Zum Leserbrief „Die Flüchtlinge sind auch Vertriebene“ vom 28. Juli frage ich mich, wann Herr Lohse geboren ist und ob er Krieg und Nachkriegsjahre überhaupt miterlebt hat.

Ich wurde einen Monat vor Kriegsbeginn in Nürtingen geboren. Wenn mal wieder Fliegeralarm war, sind wir mehr im Keller gesessen, als in der Wohnung. In unseren Städten war nach dem Krieg kein Stein mehr auf dem anderen. Wohin wollten wir flüchten? Dann kamen die Heimatvertriebenen. Sie wurden bei manchen Leuten in ein Zimmer ohne Kochgelegenheit eingewiesen und wurden oft nicht gut aufgenommen. Aber sie brauchten keinen Deutschkurs und wir waren froh, dass wir Arbeitskräfte bekamen, da viele Männer im Krieg gefallen sind, wie auch mein Vater. Die Vertriebenen haben meist sofort Arbeit aufgenommen und so geholfen, unser Land wieder aufzubauen. Das darf man nicht vergessen, denn so langsam gibt es keine Zeitzeugen mehr.

Leserbriefe

Expertenwissen oder Menschenverstand?

Rudolf Pfaff, Wendlingen. Zum Artikel „Eidechsenexperte hält Umsiedlung für schwierig“ vom 11. August. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen – die umgesiedelten Eidechsen sind nach einem Jahr verschwunden. Diese undankbaren Wesen verschmähen offenbar die vom BUND für sie eigens…

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