Leserbriefe

Die Vertriebenen haben mit angepackt

05.08.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hildegard Kemmler, Großbettlingen. Zum Leserbrief „Die Flüchtlinge sind auch Vertriebene“ vom 28. Juli frage ich mich, wann Herr Lohse geboren ist und ob er Krieg und Nachkriegsjahre überhaupt miterlebt hat.

Ich wurde einen Monat vor Kriegsbeginn in Nürtingen geboren. Wenn mal wieder Fliegeralarm war, sind wir mehr im Keller gesessen, als in der Wohnung. In unseren Städten war nach dem Krieg kein Stein mehr auf dem anderen. Wohin wollten wir flüchten? Dann kamen die Heimatvertriebenen. Sie wurden bei manchen Leuten in ein Zimmer ohne Kochgelegenheit eingewiesen und wurden oft nicht gut aufgenommen. Aber sie brauchten keinen Deutschkurs und wir waren froh, dass wir Arbeitskräfte bekamen, da viele Männer im Krieg gefallen sind, wie auch mein Vater. Die Vertriebenen haben meist sofort Arbeit aufgenommen und so geholfen, unser Land wieder aufzubauen. Das darf man nicht vergessen, denn so langsam gibt es keine Zeitzeugen mehr.

Leserbriefe

Friedens-Nobelpreis gegen Atombomben

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Der Appell“ vom 7. Oktober. Es kommt selten vor, dass ein Kommentar von Wolfgang Molitor in der Nürtinger Zeitung Zustimmung finden kann, aber diesmal hat er mit Recht den Friedensnobelpreis gelobt, den die „Internationale Kampagne zur Abschaffung von…

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