Leserbriefe

Die Studiengebühren

02.10.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Simon Schulz, Neuffen. Zum Artikel „Studenten sollen ihre Professoren zukünftig selbst bezahlen“ vom 23. September. Herrn Frankenberg gefällt es wohl, Regeln zu ändern. Zur Einführung der Studiengebühren wurde ausdrücklich betont, diese seien nicht dazu da, Professoren zu finanzieren, denn das ist die Aufgabe des Landes. Laut dem Beschluss sollen nun aber Beamte aus privaten Kassen finanziert werden. An den Universitäten besteht für mich als Student aus eigener Erfahrung dringender Bedarf an zusätzlichem Personal. Aber dass mit der Finanzierung neuer Professoren anhand der Studiengebühren ein Meilenstein Richtung „studentisch finanzierter Universität“ gesetzt wird, ist erschreckend und wirkt auf mich wie von langer Hand geplant. Ich sehe Kürzungen des Etats der Universität aus vorgeschobenen Gründen schon förmlich vor mir. Dass die Studiengebühren viel zu hoch angesetzt sind, ist vielen schon aufgefallen. Ob dies auch ein strategischer Schachzug für die jetzt folgenden Schritte war, bleibt offen.

Aber da wäre ja auch noch die andere Möglichkeit: Wieso nicht die übertriebenen Studiengebühren kürzen statt auszugeben? Dies wäre ein kleiner Schritt zurück in Richtung der in Deutschland kaum vorhandenen Chancengleichheit in der Bildung. Bereits jetzt ist ein Rückgang an Studenten vor allem aus der Unter- und Mittelschicht zu beobachten. Es entsetzt mich, zu sehen, dass die Studiengebühren vielerorts für mehr als fragwürdige Dinge ausgegeben werden – neue Tafeln, Exkursionen des Personals und Heizkosten.

Dient die Bezahlung der Heizkosten wirklich einer Verbesserung der Lehre? Wohl kaum; schon bevor die Studiengebühren eingeführt wurden, musste kaum ein Student frieren. Dies kann man den Universitäten jedoch nicht übel nehmen. Die Universitäten schwimmen im Geld und wissen nicht wohin damit. Damit man mich nicht falsch versteht: In meinen Augen sind die Studiengebühren in mancherlei Hinsicht durchaus sinnvoll. Nur die Richtung, in die die weitere Verwendung dieser Gelder tendiert, ist meiner Meinung nach falsch. Leider bleibt mir als Student nichts anderes übrig, als zu zahlen – oder die Exmatrikulation.

Leserbriefe

Hochwasserschutz in Neckartailfingen

Sebastian Kurz, Neckartailfingen. Zum Artikel „Mit höheren Einnahmen Schulden getilgt“ vom 4. Oktober. Dem Artikel habe ich entnommen, dass der Gemeinderat zum wiederholten Mal den mangelnden Hochwasserschutz in der Gemeinde Neckartailfingen kritisiert und die Verwaltung zum Handeln aufgefordert…

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