Leserbriefe

Die Strukturen des Wassers

09.08.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Magrit Lempelius, Nürtingen. Zum Artikel „Untiefen des Aberglaubens“ vom 1. August. Wenn man auch den Fleiß bei der Zusammenstellung von kritischen Bemerkungen zu diesem Thema anerkennen mag, ist es doch schade, dass Markus Brauer die neueren Forschungsergebnisse zum Thema Wasserqualität völlig unter den Tisch fallen lässt. Ich möchte deswegen auf eine aktuelle Dokumentation hinweisen, die unter dem Titel „Water – Die geheime Macht des Wassers“ als DVD erhältlich ist.

Hier berichten unabhängige Vertreter namhafter Forschungseinrichtungen aus Russland, den USA, Großbritannien, China und Kasachstan (unter anderem auch der Nobelpreisträger Professor Dr. Kurt Wüthrich) in wissenschaftlich überzeugender Weise aus ihrer Arbeit.

Daraus geht hervor, dass Umwelteinflüsse durchaus ihre Spuren im Wasser hinterlassen und dass diese Informationen dort – für uns unsichtbar – gespeichert sind. Es geht also nicht um die chemische Zusammensetzung des Wassers, sondern um dessen Strukturen, das heißt die Art, wie sich die H2O-Moleküle organisieren. Die jeweilige Molekularstruktur führt zu sogenannten Erinnerungsclustern.

Die besondere „Behandlung“ des Wassers wird bei Betrachtung der Eiskristalle nach dem Schockgefrieren erkennbar, wobei sich typische reproduzierbare Bilder ergeben – je nachdem, welchen Einflüssen die betreffende Wasserprobe ausgesetzt war.

Diese Einflüsse können ganz unterschiedlicher Art sein – zum Beispiel technische Prozesse (langes Verweilen in Rohrsystemen, Magnetfelder), positive oder negative menschliche Emotionen, Musikwerke (Mozart im Kontrast zu Heavy Metal). Wasser hat also durchaus ein Gedächtnis, wie es auch der Prof. Dr. Bernd H. Kröplin, ehemaliger Leiter des Instituts für Statik und Dynamik der Luft- und Raumfahrtkonstruktionen der Universität Stuttgart, feststellte.

In dieser Dokumentation wird über zahlreiche Experimente mit Wasser unterschiedlicher „Vorgeschichte“ berichtet. Mehrere Mediziner äußern sich über die gesundheitlichen Auswirkungen und belegen dies zum Beispiel mit Mikro-Aufnahmen der roten Blutkörperchen.

Deutlich wird der riesige Forschungsaufwand, mit dem man weltweit an den Wasserphänomenen arbeitet. Für den wirklich Interessierten lohnt es sich, die DVD anzusehen, um sich dann ein eigenes Urteil zu bilden.

Leserbriefe

Überhört Herr Grabitz kritische Stimmen?

Kai Hansen, Nürtingen. Zum Artikel „EU droht Milliardenklage wegen Pflanzenschutzmittels“ vom 11. November. Der Journalist Markus Grabitz gewährt dem weltgrößten Glyphosat-Hersteller Monsanto auf Seite eins der Wochenendausgabe der Nürtinger Zeitung eine prominente Bühne und betreibt zudem deren…

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