Leserbriefe

Die Religion des anderen wertschätzen

08.12.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Yunus Baslig, Nürtingen. Zum Leserbrief „Schächtung nicht nach deutschen Vorschriften“ vom 30. November. Nur wer die Religion des anderen wertschätzt, ist wirklich tolerant! Herr Morr vertritt die Ansicht, dass Bräuche im Islam radikal diskriminiert werden dürfen, aufgrund der Schächtung in Alsheim, wo sich einige Laien rechtswidrig verhalten haben. Müssen nun alle Moslems für die Straftaten dieser Laien büßen? Wie ist das bitte schön zu verstehen? Die Schächtung in Deutschland ist mit Genehmigung erlaubt, das ist Gesetz. Wenn dies nicht erlaubt wäre, wäre der Islam dieser Gesetzgebung unterworfen. Klartext, die Einhaltung von Gesetzen, egal wo man lebt, ist für jeden Menschen Pflicht.

Der Islam wie auch jede andere Religion bringt sicherlich keine Terroristen hervor. Auch wird im Kuran nicht zur Tötung von Ungläubigen aufgehetzt. Für mich unbegreiflich, wie man sich zu diesem Thema äußern kann, ohne den Kuran gelesen zu haben. Wenn der Islam auf diese Art in Verruf gebracht wird und dies geschieht ja offensichtlich, ist es kein Wunder, wenn sich alle nur mit Medien-Vorurteilen abfinden und intolerant gegenüber dem Islam werden. Ist das eine gesunde Denkweise? Nicht für mich! Nur wer die Religion des anderen wertschätzt, ist wirklich tolerant. Werden nun aufgrund von Missbrauchsskandalen in einigen katholischen Kirchen antikatholische Kampagnen aufgestellt, wo alle Katholiken als Täter in Frage kommen? Sollen nun alle Katholiken diskriminiert werden? Gehören nun die Katholiken nicht mehr zu Deutschland?

Leserbriefe

Überhört Herr Grabitz kritische Stimmen?

Kai Hansen, Nürtingen. Zum Artikel „EU droht Milliardenklage wegen Pflanzenschutzmittels“ vom 11. November. Der Journalist Markus Grabitz gewährt dem weltgrößten Glyphosat-Hersteller Monsanto auf Seite eins der Wochenendausgabe der Nürtinger Zeitung eine prominente Bühne und betreibt zudem deren…

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