Leserbriefe

„Die Rechnung zahlt der kleine Mann“

02.03.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jürgen Klein, Unterensingen. „Die Menschen glauben viel leichter eine Lüge, die sie schon hundertmal gehört haben, als einer Wahrheit, die ihnen völlig neu ist“, sagte Alfred Polgar einmal. Diese schlaue Weisheit beschreibt eigentlich den Zustand, indem wir uns im Moment bei Stuttgart 21 befinden.

Man kann lügen, tricksen, täuschen, verschweigen, betrügen und so weiter und muss es nur immer wieder wiederholen, damit es als „Wahrheit“ den Weg in die Köpfe der Menschen findet. So einfach geht das bei dem Milliardenspiel S 21!

Selbst unsere Kanzlerin konnte vollkommen ungeniert lügen. Hier nur zwei Beispiele: „Die Landtagswahl in BaWü entscheidet über S 21“; „Das Projekt S 21 muss wirtschaftlich sein“. Welche Bedeutung hat denn dann noch der Amtseid, den sie und ihre Minister ablegen mussten: „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe“?

Wir machen uns lustig über andere Länder, aber wo stehen wir denn überhaupt mit unserer Moral? Ein schlimmeres Possenspiel als Stuttgart 21 gibt es im Moment doch überhaupt nicht. Ministerpräsident Kretschmann versteckt sich hinter der Volksabstimmung, obwohl die Bürger von der Bahn und den Politikern und ihren Zahlenspielen hereingelegt und betrogen wurden. Merkel und ihre Helfershelfer von der CDU denken im Moment nur an ihre Wiederwahl im September und Schmiedel und Co von der „Rest-SPD“ Stuttgart spielen weiter die „CDU für Arme“ – und so steigt der Schuldenberg Deutschlands immer weiter! Mittlerweile sind wir bei über 2,5 Billionen Euro angekommen.

Jegliche Vernunft ist abhandengekommen und es geht – insbesondere im Wahljahr – um den Machterhalt oder den Gewinn der Macht. Die Rechnung zahlt – wie immer – der kleine Mann!

Leserbriefe

Expertenwissen oder Menschenverstand?

Rudolf Pfaff, Wendlingen. Zum Artikel „Eidechsenexperte hält Umsiedlung für schwierig“ vom 11. August. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen – die umgesiedelten Eidechsen sind nach einem Jahr verschwunden. Diese undankbaren Wesen verschmähen offenbar die vom BUND für sie eigens…

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