Leserbriefe

Die Planung ist nicht schlüssig

01.10.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Werner Knauer, Wendlingen. Zum Artikel „Keine Einigung über Neubaugebiet“ vom 20. September. Das Wohngebiet am alten Wendlinger Sportplatz ist für mich ein abschreckendes Beispiel einer Wohnanlage, wenn man die dortigen „Klötze“ betrachtet. Im jetzt geplanten Neubaugebiet sind Gebäude vorgesehen, welche sich von den Grundstückseigentümern kaum jemand wünschen kann. Wer auf der Gemeinderatssitzung war, konnte die städteplanerischen Überlegungen einsehen. Gegenüber den Vorplanungen vom Frühjahr 2015 soll jetzt eine Verdichtung bis 40 Prozent erfolgen und anstelle von drei Mehrfamilienhäusern sind nunmehr acht angedacht. Viel schlimmer ist jedoch, Flachdachhäuser in großer Anzahl einzubeziehen. Keine Befragung der Grundstückseigentümer nach ihren Bauvorstellungen, die Stadt trägt hier ein städtebauliches Anliegen vor und beauftragt ein Stadtplanungsbüro. Weit entfernt ist diese Planung von der ursprünglichen Aussage, dass ein hochwertiges Baugebiet mit individuellen Häusern entstehen soll. Ob Variante A oder B und schlimmer noch die Variante C mit ausschließlich Flachdachbauten, wo überwiegen denn schöne Satteldächer? Darüber hinaus möchte man im Baugebiet vorhandene Obstbaumwiesen erhalten, wobei sich jetzt schon jeder Hundebesitzer freuen wird.

Warum kann man die Baugrundstücke nicht größer halten, indem man Hausbesitzern die Pflanzung von Bäumen und Sträuchern im eigenen Garten ermöglicht? Bäume und Sträucher sind nur noch in den „alten“ Wohngebieten in Wendlingen in angrenzenden Gärten vorhanden. Der Großteil von neuen Umlegungen lässt oft keinen vernünftigen Gartenanteil mehr zu und die Forderung seitens „Stadt Land Fluss“ besteht, Ausgleichsmaßnahmen für den Naturschutz durchzuführen. Wären Bäume und Sträucher in Gärten der Baugebiete verteilt, könnten Singvögel nisten und viele Tierarten müssten nicht aufwändig ausquartiert werden.

Wenn Städteplaner Flachdächer wegen der Regenrückhaltung planen, warum keine Zisternen auf den Grundstücken? Der Regen würde aufgefangen und diente zudem noch zur Bewässerung des Gartens. Alternativ ist bei der richtigen Auslegung von Abwasserrohren die Lauter dankbar für jegliches Regenwasser. Wenn die Grundflächen schon teuer sind, warum für Wohnzwecke auf einen Dachausbau verzichten? Sieht man sich in benachbarten Städten oder Dörfern um, wie dort Neubaugebiete ausgeführt wurden, so wünscht man sich ein solches Wohngebiet. Man kann nur hoffen, nachdem vor über 35 Jahren das Gebiet als Bauerwartungsland ausgewiesen wurde, dass der Gemeinderat dem jetzt vorgestellten Konzept nicht zustimmt und sich weitere Grundstückseigentümer melden, welche eine andere Bebauung wünschen.

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