Leserbriefe

Die Menschen gehören zu uns

05.02.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Reiner Essl, Nürtingen. Zum Artikel „Kretschmann: Der Islam gehört zu Baden-Württemberg“ vom 28. Januar. Der Islam wird von einer Minderzahl von Muslimen so weit instrumentalisiert, um im rechten Glauben Dinge zu tun, die für unseren Glauben und Denken unfassbar sind. Das sind vor allem Tausende von Flüchtlingen und Tote im Irak und Syrien, die Allah als höchste Instanz sahen, aber mit dem Propheten Mohammed zum Teil etwas Schwierigkeiten hatten. Nun sind viele dieser Menschen heimatlos und traumatisiert, suchen ihren Halt im Westen und werden mit den schwer lösbaren Wohnungsproblemen bei uns aufgenommen. Alleine durch den Terror gegen diese Menschen fällt es schwer, einfach lapidar zu sagen: Der Islam gehört zu unserem Land.

Es sind die Menschen, die zu uns gehören, die in unserer Werteordnung auch leben können. Aber ein Wertekonsens ist noch nicht erreicht, solange die Grundordnung unseres Landes noch nicht im Islam angekommen ist. Ein wahres Zeichen der Integration und Entgegenkommens sind die vielen Moscheen im Land, die den Muslimen das Gefühl geben müssen, sich in unserem Land verwirklichen zu können und das ist gut so.

Es ist auch die Geschichte, die den Umgang mit dem Islam in unserem Land geprägt hat, denn das Anrennen gegen die christliche Ordnung und die Unterjochung durch die Osmanen von 1522 bis zum Friedensvertrag 1699 zu Karlowitz hat die Gefahr durch die Muslime bis zum heutigen Tag befeuert. Das ist wohl aus heutiger Sicht absurd, aber eine Gefahr ist immer noch durch die Salafisten und Dschihadisten et cetera, wie man erfahren hat, latent.

Eine gelebte Integration und auch etwas Assimilation ist von den Muslimen gefordert. Dazu gehört auch, dass schon in den Moscheen und in den Familien ein Weg gefunden wird, die radikalen Islamisten zu finden, um eine Gefahr für unser Land zu eliminieren. Es ist keine Frage, dass die Muslime für unser Land und unseren Wohlstand in all den Jahren einen großen Teil mit beigetragen haben und das sollten wir, aber vor allem die Pegida nicht vergessen. Doch eine Hürde muss noch genommen werden, die Muslime müssen mit jeder Faser ihres Herzens erkennen, dass die radikalen Islamisten und Salafisten auch als Muslime nicht zum Islam gehören. Wenn das der Fall sein wird, dann gehören nicht nur die Menschen, sondern auch der Islam zu unserem Land.

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Überhört Herr Grabitz kritische Stimmen?

Kai Hansen, Nürtingen. Zum Artikel „EU droht Milliardenklage wegen Pflanzenschutzmittels“ vom 11. November. Der Journalist Markus Grabitz gewährt dem weltgrößten Glyphosat-Hersteller Monsanto auf Seite eins der Wochenendausgabe der Nürtinger Zeitung eine prominente Bühne und betreibt zudem deren…

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