Leserbriefe

Die Kinder und der Kreisverkehr

13.11.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bernd Weber, Nürtingen. Hurra, wir haben nun einen Kreisverkehr bei der Nürtinger Zeitung – an der Ecke Carl-Benz-/ und Max-Eyth-Straße. Zwar mit 20 Jahren Verspätung – aber das ist halt Nürtinger Tempo.

Die Verantwortlichen haben aber leider übersehen, dass der Kreisverkehr auch benutzt werden soll und nicht als Straßenverschönerung dient. Einigen Nürtinger Bürgern (anscheinend nicht allen) ist bekannt, dass auf dem Lerchenberg ein Schulzentrum aus Högy und Waldorfschule ist und dass dort tatsächlich auch Kinder hinfahren.

Viele kommen aus der Braike, vom Ersberg und der Kirchheimer Vorstadt und benutzen sinnvollerweise das Fahrrad. Wenn man nun mit dem Rad an der Braike-Apotheke vorbeifährt, wird man wenige Meter vor dem Kreisverkehr mit Markierungen vom Bürgersteig auf die Straße geleitet. Das muss man gesehen haben! An dieser Stelle wird die Fahrbahn zusätzlich mit gelben Absperrungen verengt, und die Kinder sollen sich mit den Autos und LKW die verengte Fahrbahn teilen?

Das geht für die Kinder wohl nur unter Lebensgefahr, wenn man schon mal einen Sattelschlepper oder ein Baufahrzeug aus der Nähe im Kreisverkehr gesehen hat. Das scheint aber bei den Verantwortlichen nicht der Fall zu sein. Da sollen die Damen und Herren, die das verbockt haben, doch mal selbst morgens in der Dunkelheit, gemeinsam mit den vielen PKW und LKW durchfahren und sich mit den Brummis anlegen, die ja nicht Schuld sind an diesem Irrsinn.

Sinnigerweise war auch noch der Bürgersteig mit Absperrtafeln versperrt. In dem vorliegenden Fall würde ich für eine interne Einweihung plädieren, die seitens der Stadt ja gerne praktiziert wird. Die Verantwortlichen, vom OB an abwärts, treffen sich morgens ab kurz nach 7 Uhr am Kreisverkehr und spielen „Kreis-Roulette“ – wen erwischt es als Ersten? Wenn man selbst betroffen ist, wird auch nachgedacht.

In der großen Politik würde man schon nach der Übernahme von Verantwortung rufen. Viele Eltern und ich wären schon froh, wenn dieser lebensgefährliche Schildbürgerstreich schnellstens beendet wird – oder müssen erst Kinder zu Schaden kommen?

Leserbriefe

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