Leserbriefe

Die Initiative kämpft weiter gegen Abriss

21.02.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Heinz Sigler, Wendlingen. Zum Artikel „Neubau anstelle eines Umbaus“ vom 2. Februar. Mit großem Unverständnis wurde der Beschluss „Neubau mit Ergänzungsbebauung“ zusammen mit der Bruderhausdiakonie von den Mitgliedern der Initiativgruppe „Pro Johanneskirche“ zur Kenntnis genommen. Damit ist gleichzeitig der Abriss der Johanneskirche besiegelt. Auch der Hinweis auf eine abschließende Bewertung und Entscheidung nach Vorliegen der Baupläne, kann darüber nicht hinwegtäuschen. Leider wurde der von Dr. Andrea Fausel eingebrachte Antrag auf Ausrichtung des Beschlusses abgelehnt.

Bemerkenswert ist das Abstimmungsergebnis. Eine Pattsituation bei den gewählten Räten und der Kirchenpflegerin. Ausschlaggebend für den Abriss waren die Stimmen der Pfarrer. Über kurz oder lang, scheiden diese Pfarrer aus, und hinterlassen eine zerrüttete, gespaltene Gemeinde. Dieser Personenkreis sollte sich nicht mehr mit der Frage beschäftigen, wie können wieder mehr Personen, vor allem Jugendliche und junge Familien für die Kirche interessiert werden. Die Johanneskirche wäre zum Beispiel der ideale Ort für kirchliche und kulturelle Veranstaltungen jeglicher Art in Verbindung mit besonderen Gottesdiensten, zum Beispiel Horizonte. Viele Mitglieder, insbesondere aus Unterboihingen, empfinden diesen als Wortbruch, resultierend aus Aussagen eines Pfarrers und des Dekans.

Weit schwerwiegender ist jedoch, dass auf die Wünsche, Befindlichkeiten, Bedürfnisse und auf die Geschichte der einstigen Unterboihinger Gemeinde keinerlei Rücksicht genommen wurde. Diese Mitglieder fühlen sich zu Recht getäuscht und ihrer Identität beraubt. Wahrscheinlich müssen sie auch noch erleben, dass ihre Kirche, die ihnen wieder Mut und Halt geboten hat und an der ihr ganzes Herzblut hängt, der Abrissbirne zum Opfer fällt. Die Unterboihinger wurden einfach einverleibt. Ein partnerschaftlicher Umgang miteinander sieht anders aus! Man erkennt jetzt schon eine gespaltene Gemeinde.

Die angekündigten Gespräche mit den „Kirchenschützern“ haben bis heute nicht stattgefunden. Wohlgemeinte und konstruktive Vorschläge namhafter Persönlichkeiten blieben gänzlich unberücksichtigt. Dabei wäre ein Kompromiss, der allen gerecht wird, so einfach. Der gefasste Beschluss müsste nur ergänzt werden. „Die Johanneskirche bleibt erhalten und wird in die Baumaßnahmen/Planungen integriert.“ Die Initiativgruppe „Pro Johanneskirche“ wird weiterhin nach Wegen suchen, den Abriss der Kirche zu verhindern, auch wenn es nahezu aussichtslos erscheint. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Leserbriefe

Überhört Herr Grabitz kritische Stimmen?

Kai Hansen, Nürtingen. Zum Artikel „EU droht Milliardenklage wegen Pflanzenschutzmittels“ vom 11. November. Der Journalist Markus Grabitz gewährt dem weltgrößten Glyphosat-Hersteller Monsanto auf Seite eins der Wochenendausgabe der Nürtinger Zeitung eine prominente Bühne und betreibt zudem deren…

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