Leserbriefe

Die Diagnose und ihre Folgen

25.06.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Margarete Dachroth, Maselheim. Am Samstag, 9. Mai, habe ich meine Eltern in Neuffen besucht. Als ich ankam, klagte meine Mutter über heftige, ganz plötzlich aufgetretene Schmerzen im Oberarm. Ihr Arm und ihre rechte Hand waren gefühllos und kalt. Ich tippte auf eine Durchblutungsstörung. Als dann noch ein roter Ausschlag auf Oberarm und Schulter dazukam, bin ich mit meiner Mutter in die Notfallpraxis ins Krankenhaus nach Nürtingen gefahren. Dort ging man auf die Schmerzen im Arm und Taubheit in den Fingern gar nicht ein, obwohl ich immer wieder betonte, dass wohl eine Durchblutungsstörung vorliegen könnte. Die beiden Ärztinnen von den Maltesern waren nur auf den Ausschlag fokussiert und rätselten, was das denn sein könnte. Wir wurden weggeschickt mit der Maßgabe, die Sache zu beobachten, der Ausschlag verschwand wieder (wohl eine allergische Reaktion), alles andere blieb.

Ich bestand darauf, dass meine Mutter am folgenden Montag zur Vertretung ihres Hausarztes, der im Urlaub war, ging, da Arm und Hand immer noch kalt waren. Diese meinte, dass noch eine Durchblutung da sei. Das war’s. Nachdem die Praxis des Hausarztes wieder geöffnet hatte, stellte sich meine Mutter wiederum vor. Ein Aushilfskollege, der bereits im Ruhestand ist, diagnostizierte sofort den Verdacht auf ein Blutgerinnsel in der Oberarmarterie und meldete sie postwendend im Klinikum Esslingen zur Untersuchung an. Das war am Dienstag, 26. Mai.

Die Untersuchung bestätigte den Verdacht und man teilte meinen Eltern mit, dass sie sofort hätten ins Krankenhaus gehen müssen, dann hätte man das Blutgerinnsel ohne großen Aufwand entfernen können. Meine Mutter wurde am Freitag, 29. Mai, operiert, da der Blutfluss nur noch durch ein paar kleine Blutgefäße aufrechterhalten wurde und die Gefahr einer Armamputation bestand.

Ich bin kein Arzt, aber selbst mir als Laie war klar, dass irgendwas mit der Durchblutung nicht stimmt. Den ganzen Aufwand, die Aufregung und die Unannehmlichkeiten hätte man meiner 89-jährigen Mutter ersparen können, wenn man in der Notfallpraxis in Nürtingen reagiert hätte. In die Notaufnahme darf man ja nur, wenn man einen Unfall/Verletzung hat, vielleicht hätte man dort eine Untersuchung gemacht bei offensichtlich eindeutigen Symptomen.

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