Leserbriefe

Die Brandfackeln der Amerikaner

15.12.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hartmut Schewe, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Hamas ruft dritte Intifada aus“ vom 8. Dezember. Der arglose Beobachter stellt sich die Frage, wie viele Brandfackeln US-Regierung und -Militär denn noch in den Nahen und Mittleren Osten werfen wollen. Nach Trumps unheilvollem Entschluss, Jerusalem als israelische Hauptstadt anzuerkennen, gibt es erwartungsgemäß die ersten Toten, Hunderte von Verletzten und es werden noch sehr viel mehr werden. Es könnte ein Flächenbrand mit noch mehr Flüchtlingen entstehen. Wie wäre es denn, würden die USA Schiffslinien mit festem Fahrplan einrichten, damit sie die Früchte ihrer Außen- und Militärpolitik selber genießen könnten und nicht Europa damit beglücken müssten?

Und ob die Aggressionen in Osteuropa, der Ukraine und dem Kaukasus (Georgien, Südossetien, Abchasien) endlich einmal ausreichen würden, den Machthunger der USA zu stillen. Offensichtlich nicht, denn der Strom schweren militärischen Geräts und von Soldaten nach Polen, ins Baltikum und in die Ukraine nimmt kein Ende. Selbst westlichen Medien ist zu entnehmen, dass diese Transporte und Truppenverschiebungen alles Vorangegangene nach 1945 weit in den Schatten stellen! Und jetzt werden auch noch 70 Kampfhubschrauber an die (weiß-)russische Grenze verlegt. Vielleicht auch in die Ukraine. Die wurden dazu konstruiert, die Infanterie aus der Luft zu unterstützen. „Combat Battle“ nennt sich das im Jargon des US-Militärs, das sich diese Taktik von der Wehrmacht abgeschaut hatte. Mit diesen Waffen übte sich US-Militär im Irak im PC-Spiele-Modus auf unbewaffnete Zivilisten. Ein solcher Mehrfach-Mord war sogar zwei- bis dreimal kurz im deutschen Fernsehen zu sehen.

Der Deutsche Bundestag gründete 2015 das unabhängige „Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien“ (ZIOS). 2016 nahm es die Arbeit auf und stellte in einer Meinungsumfrage auf der Krim fest, dass 80 Prozent der Krimbewohner sich Russland zugehörig fühlen, was angesichts der Militäraktionen der Kiewer Regierung beziehungsweise des herbeigeputschten US-Fans Poroschenko (Odessa, Maidan) auch nicht verwunderlich ist. All das tauchte in den westlichen Medien nicht auf. Wie war denn das noch mal mit der Demokratie und dem Selbstbestimmungsrecht der Völker?

Leserbriefe

Gambia ist kein sicheres Herkunftsland

Sem Schade, Wendlingen. Zum Leserbrief „Einwanderer aus Afrika und Migrationspaket“ vom 6. Dezember. Herr Hummel hat das Gefühl, angelogen zu werden und ich würde hierfür gerne ein paar Anstöße setzen, da ich mich intensiv mit der politischen Lage in Gambia auseinandergesetzt habe.

Gambia…

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