Leserbriefe

Die Bedenken gegen den Markt bleiben

12.03.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dietmar Gerster, Wolfschlugen. Zum Artikel „Zweiter Rewe-Markt im Gewerbegebiet geplant“ vom 4. März. Im Artikel wird der Bürgermeister von Wolfschlugen, Matthias Ruckh, mit den Worten zitiert, es sei das Ziel, den Rewe City-Markt „langfristig im Ort zu halten“. Ein paar Absätze weiter wird deutlich, was hier mit „langfristig“ gemeint sein soll, nämlich „mindestens weitere zehn Jahre“. In meinen Ohren klingt das nicht nach Rettung, sondern nach gezielter Aufgabe des City-Marktes in kleinen Raten. Wenn der zweite Rewe-Markt die Existenz des ersten sichern soll – und das muss er nur, wenn der letztere ohnehin schon in seiner Existenz bedroht ist, was fraglich ist –, dann ist das im Interesse aller. Wenn aber der zweite Rewe-Markt nur dazu führt, dass der City-Markt aufgegeben wird – und dies ist trotz Studien und Gutachten für viele das deutlich plausiblere Szenario –, dann kann das nicht im Interesse der Allgemeinheit sein.

„Trotz einiger Bedenken“, heißt es am Schluss des Artikels, „stimmte der Gemeinderat der Grundsatzentscheidung für einen zweiten Rewe-Markt schließlich mehrheitlich zu.“ Für die Anwohner der Siedlung und von Hardt, für das Gewerbegebiet und den Aldi-Markt mag ein einziger, moderner Rewe-Markt am Ortsrand vielversprechend klingen – für viele mobilitätseingeschränkte Bürgerinnen und Bürger im Zentrum wäre das eine Katastrophe. Diese können sich lediglich damit trösten, dass das betreute Wohnen im Ortskern weiter ausgebaut werden soll.

Leserbriefe

Abstrakte Argumente von de Maizière

Christoph Traube, NT-Neckarhausen. Zum Artikel „Kauder will notfalls Verfassung ändern“ vom 5. Januar. Unser Bundestagsabgeordneter, Michael Hennrich, kritisiert demnach, dass von den Kritikern des Bundesinnenministers keiner sage, was die Vorteile der jetzigen Regelungen seien. Das erstaunt…

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