Leserbriefe

Die Bahn und der verkehrte Minister

29.08.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Durchmogeln im Stellwerk“ vom 14. August. Stellwerksmitarbeiter in Mainz werden im Urlaub zur Hilfe angerufen von Rüdiger Grube, Bahnchef mit einem Einkommen von mehreren Millionen aus Steuergeldern und auch gerade im Urlaub. Eine Unverschämtheit, denn dieser Vollstrecker einer völlig verfehlten Bahnpolitik ist eine der Ursachen für die Misere der Bahn. Mainz ist nur eine weitere Station auf diesem Irrweg. Seit 1994 lässt die Politik die Bahnmanager wie Mehdorn und jetzt auch Grube unkontrolliert die Bahn für alle kaputt machen, um Gewinn auszuweisen, der dann satte Boni für Manager und reichliche Vergütungen für sogenannte Aufsichts-räte wie Patrick Döring (FDP) möglich macht.

Der Bahnverkehr im Land verkommt inzwischen. Mehr als zehn Milliarden Euro Steuergelder gibt der Bund als 100-Prozent-Eigentümer der Bahn AG jedes Jahr als Zuschuss für den Nahverkehr und den Erhalt des Schienennetzes in die Kassen dieser Manager. Und was machen die damit? Stellwerke und Schienen und auch den Kopfbahnhof in Stuttgart lassen sie seit Jahren verkommen. Aber Busunternehmen in Europa, wie zuletzt in Serbien, werden gekauft, um „global“ tätig zu sein.

Die Bilanz der Bahn wird schöngerechnet, indem aus den zehn Milliarden Zuschuss aus Steuergeldern 1,5 Milliarden Gewinn gemacht werden. So lässt es die schwarz-gelbe Regierung schon seit Jahren geschehen und sie möchte dieses System gern noch weiterführen – aber acht Jahre sollten wirklich genug sein. Vor allen Dingen braucht die nächste Regierung einen richtigen Minister für Verkehr und nicht mehr einen „Verkehrten Minister“ Ramsauer (CSU).

Leserbriefe

Die Gutmenschen und die Bundesregierung

Günther Ackermann, Wendlingen. Die Reisewarnung für Gambia wurde vom Auswärtigen Amt am 21. Januar 2017 aufgehoben. Seit der neugewählte Staatspräsident Adamo Barrow Ende Januar 2017 sein Amt übernommen hat, „hat sich die Lage und das tägliche Leben in Gambia normalisiert“, schreibt das…

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