Leserbriefe

Die Bahn und der Sturm

03.02.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jakob Rendl, Nürtingen. Zum Leserbrief „Bahn auf der ganzen Linie versagt“ vom 25. Januar. Professor Friedrich-Wilhelm Kolkmann übt harsche Kritik an den Maßnahmen der DB, die anlässlich des Orkans Friederike am 18. Januar ergriffen wurden. Fürsorglich wurden alle Züge im Fernverkehr in Bahnhöfen stillgelegt und evakuiert um zu vermeiden, dass die Züge auf offener Strecke stranden. Die verheerende Wucht und die Schäden, die der Orkan anrichtete, rechtfertigten nach meinem Verständnis die ergriffenen Maßnahmen der DB.

Herr Professor Kolkmann aber spricht von einer Unverschämtheit weil nicht genügend Taxis und Mietwagen zur Verfügung standen und die Bahn nicht noch schnell einige Hotels aus dem Ärmel schüttelte. Dass stattdessen Hotelzüge, mit all ihren Unzulänglichkeiten, für die Gestrandeten bereitgestellt wurden, empfindet er als Verhöhnung. Aus seinem Beitrag kann man unschwer herauslesen, dass das größte Ärgernis für ihn darin bestand, dass er mit dem gemeinen Volk auf engem Raum auf Wasser und Schokoriegel angewiesen war! Zum Schluss zitiert Professor Dr. Kolkmann noch den ehemaligen Werbeslogan der Bahn „alle reden vom Wetter, wir nicht“, als ob ein Orkan wie Friedericke etwas mit unserem normalen Wetter zu tun hätte.

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