Leserbriefe

Deutsche sind auf Amerika angewiesen

08.08.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Emil Neuscheler, Neckartailfingen. Freiheit ist ein hehres Gut, wenn die Sicherheit gewährleistet ist. Ihre Ausgewogenheit wird leicht zum Spagat, wie wir gerade jetzt durch die Enthüllungen über die Abhöraffäre des amerikanischen NSA durch den ehemaligen Agenten Snowden erleben können. Im Zeitalter der Digitalisierung bestehen gerade für diese Begriffe in der Realisierung erhebliche Schwierigkeiten. Jeder Möchte- gerne-Terrorist ist heute bei etwas technischer Begabung in der Lage in einer Hinterhofgarage nach Anweisungen aus dem Alltag eine Bombe zu basteln. Deshalb ist die Überwachung größerer Personenkreise eine dringende Notwendigkeit, wenn wir weiter unbehelligt unseren üblichen Gewohnheiten nachgehen wollen. Wenn jetzt der Eklat wieder von der ältesten Partei unseres Landes, der SPD, von den anderen Oppositionsparteien ganz zu schweigen, zum lärmenden Wahlkampfgetöse hochgejubelt wird, liegt sie auf der falschen Spur.

Jeder integre und unbescholtene Deutsche hat von dieser amerikanischen Aktion nichts zu befürchten, im Gegenteil, ist sie mit ein Teil unserer Sicherheit. Eine Gewissensfrage sei erlaubt, was werden wohl andere bei uns rührige Geheimdienste gespeichert haben. Es wäre an der Zeit wenn die unglücklich agierende Opposition sich nicht nur vollmundig mit Negativkritik befassen würde. Es gibt noch viele andere Aufgaben in Deutschland.

Dieser Affront mit dem USA-Geheimdienst nimmt skurrile Formen an. Es liegt in der Struktur der Geheimdienste, dass, wie ihr Name sagt, sie im Verborgenen arbeiten müssen, wenn sie Erfolg haben wollen. Deshalb ist der Austausch von verdächtigen Spuren zwischen den verschiedenen Organisationen der Normalfall. Dass der Zusammenarbeit mit dem BND und NSA nach diesem Eklat einiges im Wege steht und die Zusammenarbeit reduziert werden könnte hat ein leitender Mitarbeiter aus Pullach in einer Sonntagszeitung treffend kommentiert. „Dann bekämen wir einen kalten Arsch.“

Man sollte Amerika nicht zu sehr strapazieren. Ohne den hartnäckigen Widerstand der USA wäre die BRD der Bolschewikisierung wie die DDR zum Opfer gefallen, ohne die Luftbrücke hätte Berlin aufgegeben werden müssen und die Wiedervereinigung kam nur mit amerikanischer Unterstützung zustande. Alle Europäer waren strikt dagegen. Ein Umdenken und Umschwenken möchte man mancherorts dringend empfehlen. Amerika braucht uns nicht. Aber wir sind auf die Unterstützung der Großmacht über dem großen Teich angewiesen, wenn es um Freiheit und Sicherheit geht.

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