Leserbriefe

Der Wald, die CDU und Hölderlin

10.01.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Egon Eigenthaler, Nürtingen. Zu den Artikeln „Nürtinger retten den Regenwald“ und „CDU will Hölderlinhaus zurückstellen“ vom 3. Januar.

Die hehren Ziele für 2017 sind sicher nicht „Nürtinger retten den Regenwald“, sondern eher „Nürtinger retten den Bauernwald“ als historischen Mischwald und zur ortsnahen Erholung mit Tümpeln und „Seelen“ entlang der Aich. Mit Wanderwegen in Hölderlins Landschaft, zu historischen Zielen unserer Heimat, in der „Heimat der Mutter“ von Hölderlin.

Bilder könnten die Schönheit der Natur, trotz brachialer Räumschäden bei der Holzernte, dem Gemeinderat verdeutlichen, dem zur Bewertung der regionalen „ökologischen Forstwirtschaft“ nur der Vorzeigewald im Tiefenbachtal präsentiert wird. Leider dient der Bauernwald bei Oberensingen in erster Linie der Stadt nur als Holzlieferant, anstatt dieses Waldkleinod mit vielen methusialen Eichen und mächtigen Laubbäumen auch den Bürgern in Nürtingen als Naherholung und Naturerlebnis barrierefrei anzubieten.

Ein „Waldpark an den Ufern der Aich“ als ein Schutzgebiet bis zum Ulrichstein, dem „Winkel von Hahrdt“ und der Teufelsbrücke wäre ein feiner Beitrag zum Hölderlinjahr.

Vieles gäbe es zu retten in unserer Stadt, in der Heimat von Hölderlin, der am 20. März 1770 in Lauffen am Neckar geboren, 1774 mit der Mutter nach Nürtingen kam, wo er zehn Jahre seiner Jugend verbrachte. Eine Sternstunde für unsere Stadt, die 2020 eine Jahrhundertchance für uns werden könnte.

Deshalb ist es umso bedauerlicher, dass die CDU jetzt wieder neue Barrieren gegen den Ausbau des Hölderlinhauses errichten will.

Umso wichtiger erscheinen mir die Aufrufe „Nürtinger retten den Hölderlinhausausbau“ und „Nürtingen startet gemeinsam mit den Bürgern die Planung für das Hölderlinjahr“, „Nürtingen fördert den Park am Galgenberg als Hölderlinpark oder NT-Bürgerpark“ und „Nürtingen setzt neue Glanzlichter, beseitigt Barrieren am Weg in Hölderlins Landschaft“, und beschließt die Zusammenarbeit mit den anderen „Hölderlin-Städten“ für ein Gesamt-Kunstwerk zum 250. Geburtstag Hölderlins.

Nur so wird Nürtingen auch Fördermittel von der Region, vom Land, vom Bund und von der EU erhalten können. 2024 wäre zu spät!

Leserbriefe

Abstrakte Argumente von de Maizière

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