Leserbriefe

Der Umstieg wäre ganz einfach

11.02.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Klaus Seeger, NT-Zizishausen. Zum Leserbrief „Das Klima und der missionarische Eifer“ vom 8. Februar. Der Mensch unterscheidet sich vom Primaten und vom Rest der Tierwelt durch seine Intelligenz, die ihn in die Lage versetzt eigenes Tun und Handeln zu reflektieren und kritisch zu hinterfragen. Auf Basis der daraus gewonnenen Erkenntnisse kann er die weitere Entwicklung in die Zukunft projizieren. Das zweite Unterscheidungsmerkmal ist die Fähigkeit seine Triebe zumindest teilweise im Griff zu halten.

Schon Ernst Ullrich von Weizsäcker erkannte: der Mensch ist die einzigste Spezies, die angesichts einer tödlichen Bedrohung in der Lage ist, dieselbe komplett auszublenden. Kein Fluchttrieb. Diese Fähigkeit dient nun dazu vorliegende, gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse zum Klimawandel auszublenden. Zeitgleich ist es offensichtlich so, dass wir unsere Intelligenz bei diesem Thema nur unwesentlich bemühen, denn wir verhalten uns nicht so.

Von einzelnen Leserbriefen abgesehen ist das Thema Klimawandel und Energiewende zur Zeit komplett ausgeblendet und auch die Projektion in die Zukunft unterbleibt. Offensichtlich sind die Beharrungskräfte sehr groß, die uns veranlassen an alten Verhaltensmustern festzuhalten und nach wie vor im Übermaß Energie zu verschwenden. Ist es denn tatsächlich richtig, dass wir innerhalb kurzer Zeit den Großteil der verfügbaren fossilen Ressourcen vergeuden? Ohne Rücksicht auf künftige Generationen, die ihren Bedarf an Kunststoff- und Medizintechnik aus den dann knappen Resten decken müssen? Glauben wir tatsächlich, dass Öl und Gas dauerhaft billig bleiben, da unbegrenzt verfügbar? Warum denken wir nicht an unsere Kinder, Enkel, Großenkel?

Dabei wäre es so einfach mit den verfügbaren Techniken, ohne Komfort- und Luxuseinbußen, auf regenerative Energien umzusteigen. Wenn man dann noch die eingangs erwähnte Intelligenz ein wenig bemüht, kann man auch dahinter kommen, was mit der immensen Energiemenge passiert, die wir freisetzen. Wetterkapriolen wie Sturm- und Überschwemmungskatastrophen sind die Folge. Oder Dürrekatastrophen wie aktuell im Süden Afrikas. El Nino lässt grüßen.

Leserbriefe

Die Stomleitung in den Boden verlegen

Reinmar Wipper, Nürtingen. Zum Artikel „Wohnungsbau im Gewann Wasserfall“ vom 13. Juli. „Zur Hochspannungsleitung halten wir dabei gebührend Abstand“, meint Stadtplanerin Schreiber bei der Vorstellung der Wohnbaupläne am Schelmenwasen. Diese Maßeinheit bedarf einer Präzisierung: Was ist…

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