Leserbriefe

Der Umsatz und die Tradition

06.10.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kuno Giesel, Nürtingen. Zum Titelfoto „Ist denn schon Weihnachten?“ vom 6. September. In den Sommerferien schon die erste Weihnachtsschokolade in den Regalen? Wenn man Hintergründe kennt, nachvollziehbar.

Im Februar werden die Bestellungen für das Weihnachtsgeschäft aufgenommen, Anfang September geliefert – ob die Händler wollen oder nicht. Damit es bei den Herstellern Platz für die Osterhasenproduktion gibt. Umsatz zählt mehr als Tradition.

Bei idealer Lagerung auch kein Problem, bei 12 bis 18 Grad hält Schokolade, je nach Sorte, locker ein Jahr und länger. Im Idealfall sind für die Händler Mitte Dezember die Regale wieder leer, Nachbestellung oft nicht möglich. Und man muss nach Weihnachten keine Sonderangebote machen, um die restliche Schokolade loszuwerden.

Bei falscher Lagerung lässt jedoch schnell der Geschmack nach. Daher werde ich von Weihnachtsschokolade, welche bereits in den Sommerferien bei sommerlichen Temperaturen in den Regalen steht, die Finger weglassen.

Und wie vergangenes Jahr gehe ich auch noch weiter, werde auch die Läden, welche (aufgrund mangelnder Lagermöglichkeiten?) schon in den Sommerferien, ein Vierteljahr vor Nikolaus, die Schokolade in die Regale stellen, bis Anfang November boykottieren, nichts mehr dort einkaufen. Ist nicht einfach, aber letztes Jahr ging es.

Sobald es Weihnachtsschokolade in den Regalen gab, kam ich nicht wieder. Wenn das viele nachmachen, regelt sich das Angebot vielleicht wieder. Und dann gibt es vielleicht auch nach Weihnachten wieder mehr Sonderangebote.

Leserbriefe

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