Leserbriefe

Der Tod einer Offiziersanwärterin

25.01.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Horst Hasenberg, NT-Zizishausen. Zum Artikel „Minister übt Selbstverteidigung“ vom 22. Januar. In der Segelschifffahrt gab es immer wieder Unfälle auch mit tödlichem Ausgang. Die Arbeit auf einem Segelschiff erfordert Kraft und Mut, da gibt es keine Maschine, die in der Not die Arbeit macht. Bei schönem Wetter ist es natürlich eine prima Sache. Weil sich früher zu wenig Freiwillige fanden, die dieses harte Leben auf sich nehmen wollten, wurde nicht selten die restliche Mannschaft schanghait, das heißt in den Hafenkneipen wurden Männer mit Freibier betrunken gemacht, um sich dann am nächsten Tag auf einem Segelschiff wiederzufinden. Wenn die Mannschaft in die Rahen musste zum Segelsetzen oder bei aufkommendem Sturm zum Bergen derselben, dann galt die goldene Regel: Eine Hand für dich und eine Hand für das Schiff, das heißt, die schwere Arbeit sollte zur eigenen Sicherheit einhändig gemacht werden, was kaum möglich war. Einige dramatische Beispiele für falsch verstandene Ausbildungsmethoden gab es ja schon in der Geschichte der deutschen Seefahrt. 1932 kenterte das Segelschulschiff Niobe der Reichsmarine. Dabei fanden 69 Besatzungsangehörige – vorwiegend junge Offiziersanwärter – den Tod. Das Ausbildungsschiff Pamir sank im Hurrikan 1957, von den 86 Männern der Besatzung wurden nur sechs gerettet. Das Schwesternschiff Passat wurde daraufhin sofort stillgelegt.

Die Ausbildung auf einem Segelschiff bringt den späteren U-Boot-Kommandanten oder Zerstörer-Kapitänen wenig. Das Segelschiff der Bundesmarine ist ein reines Prestigeobjekt, weil andere Länder es auch haben. Für Fahrten über die Weltmeere sollte nur die Stammbesatzung eingesetzt werden.

Leserbriefe

Friedens-Nobelpreis gegen Atombomben

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Der Appell“ vom 7. Oktober. Es kommt selten vor, dass ein Kommentar von Wolfgang Molitor in der Nürtinger Zeitung Zustimmung finden kann, aber diesmal hat er mit Recht den Friedensnobelpreis gelobt, den die „Internationale Kampagne zur Abschaffung von…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe