Leserbriefe

Der Stein des Anstoßes

27.06.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Walter Schnepf, Wendlingen. Wendlingen ist nicht unbedingt eine außergewöhnliche Stadt, doch hat sie gewisse Vorzüge. Wenn man nicht sehr anspruchsvoll ist, genügt es, auf kleinem Terrain eine autofreie Zone zu begehen. Man findet ein Eiscafé und auch sonst einige Einzelhandelsgeschäfte vor. Entgegenkommend ist natürlich die Zufahrt zur nahe liegenden Autobahn. Das Freibad am Stadtrand sowie der ideale Mischwald erfreuen sowohl den Jogger als auch die Hundefreunde.

Ich bin vor 23 Jahren in diese unscheinbare Lauterstadt gekommen. Im November 2016 habe ich eine Wohnung im Ortsteil Unterboihingen bezogen. Da ich Hundebesitzer bin, ist es naheliegend, am Abend mit meinem Liebling „Gassi“ zu gehen. Doch was ich da erlebte, sollte mich noch einige Zeit beschäftigen. Natürlich war es um diese Jahreszeit nach 19 Uhr ziemlich dunkel. Nichtsahnend zog ich um „die Häuser“. Schon nach einigen Metern dann das Unheil. Obwohl ich glaubte, auf sicherem Weg zu gehen, fiel ich über einen Stein, oder besser gesagt, einen Felsen. Wie bitte? Ein Felsen mitten auf dem Gehweg? Gott sei Dank ist es nur bei einem Sturz ohne Verletzung geblieben.

Natürlich schaute ich mir diesen Schauplatz danach bei Tage an, und ich war erstaunt über diesen Zustand. Mein erster Gedanke war, bei den Anliegern nachzufragen, ob denn diese Gefahrenstelle bislang ohne Folgen war. Von wegen, schon einige Personen hatten mit diesem Hindernis Bekanntschaft gemacht. Leider traute sich keiner, Anzeige zu erstatten.

Nun habe ich mich an die Behörden gewandt, mit der Bitte etwas zu unternehmen. Wie zu erwarten, kam keine Resonanz. Daraufhin hatte ich eine Angestellte der Nürtinger Zeitung gebeten, mich in meiner Mission zu unterstützen. Diese Frau hatte dann mit dem zuständigen Verwaltungsangestellten Kontakt aufgenommen und zunächst auch positives Echo vernommen. Unser Vorschlag, den Felsbrocken mit Reflektoren zu versehen, war angeblich eine gute Lösung. Leider war danach Funkstille und wie ich vor Kurzem erfuhr, sollte die Stadt Wendlingen das Thema abgehakt haben.

Nun frage ich den zuständigen Stadtverwalter, ob er in der Zukunft die Schäden, die entstehen, übernimmt? Was gilt es, wenn ein Mitbewohner eine Gefahrenquelle erkennt? Sollen wir alle unsere Augen verschließen oder aufmerksam sein und diese den Behörden melden?

Leserbriefe

Die Stomleitung in den Boden verlegen

Reinmar Wipper, Nürtingen. Zum Artikel „Wohnungsbau im Gewann Wasserfall“ vom 13. Juli. „Zur Hochspannungsleitung halten wir dabei gebührend Abstand“, meint Stadtplanerin Schreiber bei der Vorstellung der Wohnbaupläne am Schelmenwasen. Diese Maßeinheit bedarf einer Präzisierung: Was ist…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe