Leserbriefe

Der Schutzstreifen in der Bahnhofstraße

08.11.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ralf Epple, Frickenhausen. Die neuen Schutzstreifen in der Nürtinger Bahnhofstraße habe ich mir mit dem Auto und mit dem Fahrrad „erfahren“. Fakt ist einerseits, dass die damaligen Radstreifen nicht nur wesentlich zu schmal und ohne Schutzräume versehen waren, sondern auch noch rechtswidrigerweise als benutzungspflichtig ausgeschildert. Die derzeitige Situation ist nun ein klarer Fortschritt! Nun gesteht man Radfahrern den Raum zu, die sie zum sicheren Fortkommen benötigen. Es ist zwar einerseits traurig, dass hierfür solche aufwendigen Markierungen notwendig sind, damit erkannt wird, dass Radfahrer tatsächlich auf der Fahrbahn erwünscht sind, weil sie dort nachweislich sicherer fahren, doch in unseren Breiten ist das wohl noch nicht durchgesickert. Dennoch birgt die schmale Restfahrbahnbreite der rechten Spur die Gefahr, dass sich Kfz-Fahrer haarscharf entlang der Linie an einem Radfahrer vorbeidrücken, was einen ausreichenden Überholabstand (1,5 Meter laut Rechtsprechung) kaum möglich macht. Warten wir es mal ab. Allerdings ist der Schutzraum für die Autotüren absolut unzureichend und eigentlich für die Katz. Hier hätte Nürtingen doch besser der Firma SSP auf die Finger gesehen und dieses hinsichtlich der Empfehlungen für Radverkehrsanlagen überprüft. Die paar Zentimeter reichen auch bei Kleinwagentüren nicht aus!

Insgesamt muss man Nürtingen aber loben. Es wurden offensichtlich etliche Radwege und -streifen überprüft auf deren Zustand und Rechtsmäßigkeit der vormals regelmäßig ausgeschilderten Benutzungspflichten. Sicher hat hierzu auch die Grundsatzentscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes beigetragen, das im November 2010 noch mal eindeutig klargestellt hat, dass eine Benutzungspflicht unzulässig ist, wenn keine außerordentliche Gefahrenlage besteht, die das allgemein übliche Maß der Gefährdung erheblich übersteigt. Städte wie Bielefeld, München, Ratingen, Köln etcetera haben vor allem daraufhin umfassend reagiert – und Nürtingen scheint mitzumachen. Weiter so!

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