Leserbriefe

Der Regen wird zum Geld-Segen

18.06.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Manfred Ley, NT-Oberensingen. Die Stadt Nürtingen verschickt zurzeit den Bescheid über die Niederschlagswassergebühren. Dank der neuen Niederschlagswassergebühr wird der Regen, der vom Himmel kommt, zum „Gold-Regen“ und ein Geld-Segen für die Stadt. Für die Bürger, ob Mieter, Vermieter oder Hausbesitzer, erhöhen sich in vielen Fällen die Abwassergebühren auf fast das Doppelte des bisherigen Jahresbetrages, auch noch rückwirkend für das Jahr 2011. Für jeden den Berechnungen zugrunde liegenden Quadratmeter werden für die Entsorgung des Regens 0,51 Euro angesetzt. Wie und warum gerade dieser Betrag zustande kommt, wird in den Gebührenbescheiden leider nicht erläutert. Zusätzlich hat man vorsorglich den Tarif pro Quadrameter für das Jahr 2012 um circa zehn Prozent erhöht auf dann 0,56 Euro. Begründung für die Gebührenerhöhung: Fehlanzeige.

Für die Entsorgung des Regens eine Gebühr zu verlangen ist geradezu genial, da man hier, anders als zum Beispiel durch eventuell selbst vorzunehmende Einsparmaßnahmen beim Strom-, Gas- und Wasserverbrauch oder bei der Heizung, keinerlei Möglichkeit hat, die Ausgaben zu beeinflussen und damit eventuell zu reduzieren. Selbst in ausgesprochen trockenen Jahren bleibt die Abgabe konstant! Die Einnahmen sind damit sicher.

Man kann sich jetzt überlegen, ob man dagegen Widerspruch einlegt oder alternativ einfach damit tröstet, dass man halt einen Beitrag zur Schuldentilgung der ja bekanntermaßen klammen Kommune leistet. Vielleicht wäre dann ein Dankschreiben und gegebenenfalls eine Spendenbescheinigung angemessen.

Leserbriefe

Gar kein großartiges Bahnprojekt

Klaus-Dieter Tempel, NT-Neckarhausen. Zum Artikel „Nach Wandas Taufe beginnt die Arbeit“, vom 7. Oktober. Mit großer Begeisterung der regionalen Prominenz wurden am Albvorlandtunnel die Bohrmaschinen getauft. Die Wendlinger Geistlichkeit beider großen Konfessionen hat sich für diesen Missbrauch…

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