Leserbriefe

Der neue Parkplatz hat Nachteile

22.02.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hans Ulrich Kahl, Unterensingen. Zum Artikel „Der Albvereinsplatz bleibt“ vom 16. Februar. Aus der Nürtinger Zeitung war zu erfahren, dass die Rückbaumaßnahmen des Albvereinsplatzes in Unterensingen bei einer Enthaltung und einer Gegenstimme von Hans Ulrich Kahl beschlossen wurden. Eine Erläuterung, welche Gründe zur Gegenstimme führten, gab es nicht, dies sei hiermit nachgeholt.

Die Möglichkeit, in Unterensingen Erholungsbereiche fußläufig zu erreichen, ist immer mehr eingeschränkt. Nach dem Hochwasser 1978 und dem Bau der Umgehungsstraße ist der Neckar nicht mehr zu erreichen. Mit der Ausweisung des Vogelschutzgebietes im Bereich der Baggerseen wurde der Weg zwischen beiden Seen geschlossen. Im Zuge des Baus der ICE-Trasse werden weitere Einschränkungen im Bereich der Baggerseen für die Bürger folgen. Der Abbau einer „Aussichtsbank“ direkt am See wurde bereits 2003 vom Landratsamt verfügt. Im Zuge des vierspurigen Ausbaus der B 313 wurde nun ein großer Parkplatz westlich der Lindenhofbrücke angelegt, der mit einigem finanziellen Aufwand in diesem Frühjahr endgültig ausgebaut werden soll. Dieser Parkplatz hat aber zwei entscheidende Nachteile: der Weg in den Wald führt eine weite Strecke entlang dem Verkehrslärm der B 313 und bietet dazu im Sommer keine Verschattung. Der Parkplatz ist für ältere Menschen, die Erholung, Ruhe und Verschattung im Wald suchen, nicht geeignet.

Viele Bürger, Familien mit Kindern und Senioren fahren gerne mit ihrem Pkw zum Albvereinsplatz und können sofort die Ruhe und den Wald genießen. Die Menschen, die die Einrichtung des Albvereinsplatzes nutzen, sind eher ruhig und unauffällig, sie haben keine Lobby. Auch die Nürtinger Zeitung hält es für wichtiger, über die Sportler zu berichten, die den Albvereinsplatz nun nicht mehr nutzen können, als über die allgemein erholungssuchenden Mitbürger.

Ich bedaure natürlich, dass es hin und wieder im Sommer an diesem Platz zu Ausschreitungen in den Abendstunden kommt, vertrete aber die Meinung, dass man „das Kind nicht gleich mit dem Bade ausschütten sollte“. Ich habe deshalb diesen Beschluss abgelehnt. Ich hoffe, dass die betroffenen Bürger ihre Stimme erheben werden und nach der beschlossenen „Versuchsphase“ der Albvereinsplatz wieder zum Parken freigegeben wird wie bisher!

Leserbriefe

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