Leserbriefe

Der Laiblinsteg: Demokratie von unten

11.06.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Herbert Schaal, Nürtingen. Im Dezember beschloss der Nürtinger Gemeinderat, auf einen Neubau des Laiblinstegs zu verzichten. Geplant ist, das Steinachufer an dieser Stelle neu zu gestalten und eine Terrasse anzulegen. Eine Planung, die, wie sich heute zeigt, völlig abseits der Interessen der Bürger ist. In den letzten Monaten regt sich deshalb massiver Widerstand gegen dieses Vorhaben.

Initiator dieses Bürgerbegehrens ist Tom Weichelt, 16 Jahre alt und wohnhaft am Lerchenberg. Er hat bereits zwei Petitionen im Internet zu diesem Thema gestartet und führt die Unterschriftenaktion direkt auf dem Laiblinsteg. Alle Achtung vor diesem beispielhaften Engagement. Bislang haben bereits 800 Bürger durch ihre Unterschrift diese Aktion unterstützt.

Der Laiblinsteg ist die direkte Anbindung für die Bewohner des Lerchenbergs an die Innenstadt und Bahnhof sowie den der Schüler des Hölderlin-Gymnasiums und der Waldorfschule, die diesen Steg täglich nutzen. Die Bürger wollen auf diesen Steg nicht verzichten. Auch Umweltschützer sehen dieses Vorhaben recht kritisch. Karl-Heinz Frey vom BUND, Experte in Fragen des Naturschutzes, kritisiert ebenfalls die von der Stadtverwaltung vorgelegten Pläne in seinem Leserbrief vom 19. Dezember 2015 und hält die ins Spiel gebrachte Terrasse für entbehrlich und plädiert dafür, dass das Steinachufer geschützt werden muss.

Statt einer Terrasse wäre dort für die Steinach ein intaktes mit Gewässerrandpflanzen bewachsenes wechselfeuchtes Ufer nötig. Das empfiehlt ein Gutachten „Ökologisches Konzept Steinachunterlauf“, Büro Wittmer, März 2009, das von der Stadt selbst in Auftrag gegeben wurde.

Die Bürger wollen keine aufwendig geplante Steinachterrasse. Sie möchten ihren Laiblinsteg. Wenn nicht den bisherigen Steg, so dann einen einfachen Holzsteg. „Der Laiblinsteg muss bleiben“, so lautet auch das Motto der Aktion.

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