Leserbriefe

Der Kopfbahnhof gewinnt mit 56 zu 49

05.11.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Buh-Rufe für Kretschmann“ vom 28. Oktober. Ein Schock für die Bahn, für die 600 Buh-Bürgermeister, alle weiteren Befürworter von S 21 und für die SPD-Führung. Das Gutachten über die Leistungsfähigkeit des Stuttgarter Bahnhofs liegt jetzt vor und beweist: Stuttgart 21 ist ein Rückschritt im Bahnverkehr. Die Bahn wollte jahrelang nicht wissen, was ihr eigener Bahnhof eigentlich kann, aber jetzt hat das renommierte Münchener Büro Vieregg-Rössler im Auftrag der „Ingenieure 22“ die Wahrheit unabhängig und gerichtsfest am 27. Oktober auf den Tisch gelegt: Der Kopfbahnhof kann heute schon 56 Züge leisten, 14 Prozent mehr als S 21, kundenfreundlich im Taktfahrplan und barrierefrei.

Stuttgart 21 kann laut Stresstest mit viel Mühe in zehn Jahren maximal 49 Züge schaffen und nie mehr erweitert werden. Ein echter Rückschritt, für den auch noch fünf Milliarden Euro verschwendet werden sollen. Das können doch auch 600 Bürgermeister nicht mehr als Zukunft verkaufen!

Alle wollen mehr Verkehr auf die Schiene bringen, nicht erst in zehn Jahren, sondern jetzt. Der Kopfbahnhof hat dafür noch viel Kapazität frei, denn bisher werden nur 37 Züge gebraucht. Mit vertretbaren Kosten sind auch Erweiterungen möglich, sodass mit 56 plus die Bahn-Zukunft in Stuttgart und der Region gesichert werden kann.

Die einfachen Zahlen 56 zu 49 werden hoffentlich jetzt auch Befürworter von S 21 überzeugen, dass nur ein „Ja zum Ausstieg“ bei der Volksabstimmung der richtige Weg ist, um Schaden abzuwenden.

Leserbriefe

Ist Utopie auch am Neckar erlaubt?

Dorothea Röcker, Nürtingen. Zum Artikel „Infoveranstaltung zur Gartenschau“ vom 2. November. Eine Landesgartenschau ist ein zukunftsweisendes Projekt und muss deshalb ganzheitlich gedacht werden, wenn sie Entwicklungsprozesse in Gang setzen soll. Das Thema „Grüne Stadt am Fluss“ war schon immer…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe