Leserbriefe

Der Europäische „Rettungsschirm“

08.08.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hans Müller, NT-Oberensingen. Laut dem Kieler Professor Dr. Henning Klodt gibt es für den Normalbürger kaum eine Bewertungsmöglichkeit, ob die Summen, die der Staat ausgibt, groß oder klein sind. Bisher versucht es die Politik die immensen Summen aus den Rettungsschirmen quasi als Spielgeld darzustellen. Es würde sich ja nur um Garantien und Bürgschaften handeln. Es ist jedoch durchaus absehbar, dass die BRD und damit auch jeder deutsche Bürger durchaus real in Anspruch genommen werden kann. Somit ist es gemäß Professor Klodt höchste Zeit die Erkenntnis zu verbreiten, dass es sich bei den Verpflichtungen Deutschlands mit Milliardenbeträgen für den EFSF und ESM um echtes Geld handelt und nicht nur um vage Versprechungen, aus denen man sich jederzeit zurückziehen könnte.

Für die meisten Bürger im Land sind diese Zahlen relativ abstrakt. Verständlicher dürfte die einfache Rechnung sein, nach der die Haftungssumme von rund einer Billion Euro verteilt pro Kopf unserer Bevölkerung von circa 80 Millionen eine Belastung von rund 12 000 Euro ergeben. Säuglinge und Alte eingerechnet. Noch plastischer wird eine Billion durch den Vergleich, wie hoch ein Turm aus übereinander geschichteten Geldscheinen wäre. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank haben unsere Geldscheine eine Stärke von 0,1 Millimeter. Eine Million Euro in 100-Euro-Scheinen – übereinander gestapelt und gut gepresst – ergeben demnach einen Turm von ein Meter Höhe. Der Turm für eine Milliarde Euro ist immerhin rechnerisch schon 1000 Meter (also ein Kilometer) hoch. Der Billionen-Turm ragt dann aber stolze 1000 Kilometer in die Höhe und reicht somit über die Stratosphäre mit 50 Kilometer weit ins All hinaus, übliche Flughöhe von Urlaubsfliegern ist maximal 10 000 Meter. Nur weiter so! Der Turmbau zu Babel lässt grüßen! Höchste Zeit für EZB-Chef Draghi, Geldscheine mit höheren Beträgen drucken zu lassen um Papier zu sparen: die älteren Menschen kennen sie noch gut mit Milliarden und Billionenbeträgen aus den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts.

Leserbriefe

Die Gutmenschen und die Bundesregierung

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