Leserbriefe

Der Abfall und die Vereine

14.07.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Walter Baral, Neckartenzlingen. Zum Artikel „Abfallwirtschaft: Bürger profitieren mit“ vom 10. Juli. Im Bericht Ihres Redakteurs wird auch auf das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz des Bundes hingewiesen. Es belässt den ersten Zugriff auf die Wertstoffe zunächst den kommunalen Verwertern, so auch dem AWB (nicht ABW) des Landkreises, das dann auch zur Reduzierung der Müllgebühren geführt hat.

Für die Umsetzung der EU-Richtlinie aus dem Jahre 2008 hat sich die schwarz-gelbe Koalition lange Zeit gelassen. Die EU-Richtlinie (circa acht Seiten) über die Steigerung der Recyclingquoten führte dann zu einem Gesetzentwurf (circa 140 Seiten), der eine nicht EU-geforderte Privatisierung enthielt. Der Protest blieb zunächst aus. Doch bald regte sich bei den öffentlich-rechtlichen Verwertern der Widerstand. Der Widerstand gegen eine vorgesehene „Neuausrichtung“ der Wertstoffsammlungen, bei der die Privaten als Rosinenpicker auftreten könnten und der öffentlichen Hand das wertlose Zeug überlassen bliebe – mit der Folge einer stetig wachsenden Müllgebühr. Letztendlich haben Bundestag und Bundesrat nun eine Regelung gefunden, die nicht optimal ist, mit der man aber leben kann.

Übrigens: Ich hatte im Rahmen der Diskussion über das „Verwertungsgesetz“ den Esslinger Bundestagsabgeordneten Markus Grübel, seines Zeichens Vorsitzender des Kreisverbandes Esslingen der Blasmusik und damit auch zuständig für Altpapier sammelnde Musikvereine, um seinen Standpunkt gebeten. Eine Antwort hierauf habe ich bis heute nicht erhalten.

Leserbriefe

Profitmaximierung statt Naherholung

Harry Nitschko, Wolfschlugen. Zum Artikel „Wildschweine gesucht“ vom 1. Dezember. Es ist sehr begrüßenswert, dass sich viele Gemeinderäte in Wolfschlugen des Themas Waldgebiet Sauhag annehmen und gegenüber der Forstverwaltung auch mal klare Kante zeigen. Es kann ja nicht verwundern, dass sich…

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