Leserbriefe

Den Pendlern reißt der Geduldsfaden

16.10.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ralf Epple, Frickenhausen. Zum Artikel „Warum die B 313 gesperrt wurde“ vom 9. Oktober. Am ersten Tag der Sperrung merkte ich gleich, dass hier etwas gewaltig schiefgelaufen ist. Mehr als ein Kilometer Rückstau bildete sich bereits in Frickenhausen. Für mich ein erneuter Beleg, dass den Verkehrsplanern und Bauämtern derzeit einfach zu viele Schnitzer unterlaufen. Tempo 30 in Neckarhausen und Reudern, Baustelle auf der Autobahn, Stau allerorten. Am vergangenen Mittwoch benötigte ich mehr als eine Stunde von der Messe nach Hause. Alles dicht.

Dennoch bin ich nicht gegen die Sperrung der B 313, wenn die Fahrbahn marode ist. Es geht nicht anders. Ich bin jedoch strikt gegen eine weitere Ausweisung von Gewerbegebieten, die natürlich immer noch mehr Verkehr anziehen. Wir haben genügend Flächen für regionale Firmen, die expandieren müssen. Doch hier werden natürlich auch Flächen für neue Firmen und Filialen geschaffen, die in zehn Jahren wiederum expandieren. Eine einzige Betonage, es geht doch nur ums Geld! Um die permanente industrielle Erweiterung stemmen zu können, ist jedoch eine gewaltige Optimierung der Verkehrswege vonnöten. Doch das ist in unseren selektiven Regionen nicht so einfach und schadet zudem der Umwelt, wie auch den hiesigen Bewohnern. Wo sollen wir noch angenehm leben? Dagegen schafft man es nicht einmal, eine gut fahrbare Strecke für Radfahrer von Tischardt ins benachbarte Grafenberg zu bauen – und zwingt so unnötig Menschen in die Autos.

Park and ride? Außer der Fläche bei Neuhausen/Filder ist mir keine weitere kostenlose in der Region bekannt, dabei wäre das eine sehr billig umsetzbare Verbesserung. Man könnte vieles im Vorfeld besser planen. Tut man das nicht, reißt den Pendlern und Bewohnern zunehmend der Geduldsfaden.

Leserbriefe

Schulen können selbst bestimmen

Heinz Vogel, Oberboihingen. Zum Artikel „Vorletzter bei Ganztagsschule“ vom 18. Oktober. Interessant, dass jetzt die Bertelsmann-Stiftung bestimmt, was gut und was schlecht ist. Zu den Fakten: Die Einführung einer Ganztagsschule im Ort bestimmt laut Gesetz der Schulausschuss einer Schule,…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe