Leserbriefe

Den Mitbürgern zu Dank verpflichtet

04.12.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Günter Kretzschmar, Beuren. Am 14. Februar 1995 erschien in der Nürtinger Zeitung ein Artikel mit der Überschrift: „Das Signal für Stuttgart 21 steht auf freie Fahrt“. Der Vorsitzende der DB, Heinz Dürr, nahm im Interview mit Jürgen Offenbach Stellung. Im Artikel von Joachim Volk heißt es unter anderem: „In seinen Augen war die Art der Präsentation im April 1994 besonders wichtig – ein überfallartiger Vorgang“, wie er lächelnd meint: „Gegner und Skeptiker sind nicht imstande gewesen, die Sache im Vorfeld zu zerreden.“ Ein Musterbeispiel mithin, „wie man solche Großprojekte vorstellen muss“. Ende Zitat

Nun: Seit 1995 – man hatte die Skeptiker gewollt ausgetrickst – wird Widerstand entwickelt und es ist festzustellen, dass diese punkten. Nach langen 15 Jahren wird eine Schlichtung notwendig, in der festgestellt wird, dass erhebliche Nachbesserungen erst zu einer brauchbaren, aber sehr viel teurer werdenden Lösung führen.

Wären die Bahn, das Land Baden-Württemberg und die Stadt Stuttgart damals auf die Diskussion mit den Bürgern – mancher mit großem Wissen – eingestiegen, hätte man sich viel Streit und Zorn gespart und wir hätten heute schon einen zukunftsfähigen, aber in seiner Grundform belassenen Stuttgarter Hauptbahnhof ohne Fahrzeitenklemmerei und mit wahrhaft besserem Umsteigeverkehr, insbesondere für Ältere, Leute mit Kindern, Behinderte und Radler.

Die notwendigen Vorkosten für Planungen, Untersuchungen und so weiter wären nicht in dem Maße aufgelaufen, wie sie mittlerweile entstanden sind durch die Nichtbeachtung der frühen Einwände all derer, die versucht haben, diesen Luxusbahnhof mit erheblichen Nachteilen zu kippen.

Das Argument „Beschleunigung“ macht sich nicht gut bei den erwiesenen Nachteilen des vorgestellten Entwurfs Stuttgart 21. Der damalige Husarenritt des Herrn Dürr ist in die Binsen gegangen, die vorgetragenen Argumente der Bahnhofsgegner haben dies am 30. November überzeugend gezeigt. Wir sind diesen unseren Mitbürgern zu Dank verpflichtet.

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