Leserbriefe

Den Menschen in den Heimatländern helfen

28.04.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Främke, Neckartailfingen. Zu den Artikeln „Honig – Was tun gegen das Bienensterben?“ und „Auf der Flucht“ vom 16. April. Wieder sind 30 Prozent der Bienenvölker vernichtet worden und die vom deutschen Pharma-Konzern Bayer hergestellten Pflanzengifte, „Neonicotinoide“, sind eine der schlimmsten Ursachen. Gleichzeitig sorgen andere multinationale Öl- und Nahrungsmittel-Konzerne dafür, dass sich die Menschen in Afrika nicht einmal mehr von ihrem gewohnten Mais ernähren können und 800 Millionen Menschen auf der Welt hungern. Viele Länder Afrikas sind nur „schein-selbständig“ regiert von einer unverschämt reichen Clique, während die Länder von Konzernen ausgebeutet werden und die Profite in Europa und den USA landen.

Sogar das Ackerland wird großflächig verkauft und mit Monokulturen für den Export bebaut, während die Bauern hungern. Von den reichlichen Schätzen aus all diesen Ländern bleibt fast nichts für die Völker übrig. Deshalb flüchten verzweifelte Menschen dahin, wo die Profite landen, wie zum Beispiel beim Exportweltmeister Deutschland – gleichzeitig Waffenexporteur Nummer drei in der Welt. Erbarmungslos wird Flüchtlingsabwehr finanziert wie mit der neuen Mauer am Mittelmeer, die sich „Frontex“ nennt und Europa „schützen“ soll.

Hilfe ist wichtig und ganz viele Menschen leisten dabei Großartiges, besonders in den „Auffang-Ländern“ im Süden. Aber viel wichtiger ist doch, die Menschen in ihren eigenen Heimatländern zu unterstützen, damit sie dort bleiben und leben können. In Heimatländern, in denen ausreichend Nahrung und andere Schätze vorhanden sind, wenn endlich die zerstörende Ausbeutung durch die Konzerne aus den USA und Europa beendet wird und die Völker selbst ehrlich profitieren und menschenwürdig leben können.

Deshalb brauchen wir keine Politik mehr, die mit „Freihandel“ wie TTIP, CETA und TiSA sogar weitere Macht an die Konzerne abliefern will, sondern „Mehr Demokratie“.

Leserbriefe

Schulen können selbst bestimmen

Heinz Vogel, Oberboihingen. Zum Artikel „Vorletzter bei Ganztagsschule“ vom 18. Oktober. Interessant, dass jetzt die Bertelsmann-Stiftung bestimmt, was gut und was schlecht ist. Zu den Fakten: Die Einführung einer Ganztagsschule im Ort bestimmt laut Gesetz der Schulausschuss einer Schule,…

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