Leserbriefe

Den Kindern ihre Mütter lassen

18.02.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wilhelm Prost, Frickenhausen. Zum Artikel „Betreuungsgeld auf der Kippe“ vom 10. Februar. Die Herren Norbert Wallet und Markus Grabitz stellen das Betreuungsgeld als etwas extrem Unvernünftiges dar. Da scheint es ihnen gerade willkommen, dass es Probleme mit der Finanzierung gibt. Ihre Annahme, dass es das Beste für Kleinkinder von null bis drei Jahren sei, in eine Krippe gesteckt zu werden, stellen sie als unumstößliche Wahrheit dar. Ich frage mich, ob Herr Wallet und Herr Grabitz überhaupt selber Kinder haben? Nach dem, was sie in dem Artikel von sich geben, nehme ich an, dass dem nicht so ist. Dann aber fehlt ihnen der entscheidende Einblick in eine Kinderseele. Und damit fehlt ihnen auch das moralische Recht, das Betreuungsgeld zu diffamieren.

Kinder von null bis drei Jahren benötigen die Mutter, sie benötigen die wärmende Mutterliebe und die emotionale Bindung. Was für ein Unsinn, dass sie Bildung benötigen! Zuerst müssen die Grundlagen dazu gelegt werden, und das ist die emotionale Bindung an ihre Mutter. Was für eine Ungerechtigkeit, einen Krippenplatz mit 1300 Euro im Monat zu subventionieren und die Mütter mit 100 Euro im Monat abspeisen zu wollen. Und selbst diese 100 Euro will man ihnen nicht zugestehen. Froh sollten wir sein um jede Mutter, die bereit ist, sich für das eigene Kind zu verwenden. Und gerade diese Mütter werden mit Begriffen wie Herdprämie oder Heimchen diffamiert.

Die Wirtschaft benötigt Arbeitskräfte, daher stellt sich der deutsche Wirtschaftsverband gegen das Betreuungsgeld und das kommt der Wahrheit schon näher. Und wieder sind es die Schwächsten, denen genommen werden soll, was ihnen von Natur aus zusteht, ihre Mütter. Auf Kosten der Kleinsten will die Wirtschaft ihren Reibach machen. Soll sie, aber den Kindern sollte man ihre Mütter lassen.

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