Leserbriefe

Den Betroffenen geht es um die Toleranz

16.01.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Maike Pfuderer, Stuttgart, Kirchengemeinderätin und Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Queergrün. Zum Artikel „Grün-Rot setzt Homosexualität auf den Stundenplan“ vom 8. Januar. Im Mantelteil fand ich einen Artikel, der sich mit der Onlinepetition zur Überarbeitung der Leitprinzipien im Bildungsplan 2015 beschäftigt. In den zukünftigen Bildungsplänen soll eben auch auf nichtheteromative Lebensweisen eingegangen werden. Bei evangelikalen Mitchristen stößt dies auf erheblichen Widerstand. Dieser Widerstand äußert sich in der genannten Petition, die zu Wortmeldungen animiert, welche in finsterer Zeit zu verorten sind. Mit all dem muss man sich auseinandersetzen und auch akzeptieren, dass es eben auch so denkende Menschen gibt.

Die Akzeptanz wird allerdings auf eine harte Probe gestellt, wenn der CDU-MdL, Gemeinderatsfraktionschef und Kreisvorsitzende Kunzmann in einem sozialen Netzwerk solches postet: „Über diese Petition wird heute unter anderem in der Nürtinger Zeitung sehr groß berichtet. Macht Euch ein eigenes Bild. Ich jedenfalls kann die Aufregung über diese Petition nicht verstehen. Es ist das demokratische Recht eines jeden, eine solche Petition zu verfassen beziehungsweise zu unterzeichnen“.

Herr Kunzmann findet also all die diskriminierenden Debattenbeiträge in dieser Petition vom Recht auf Meinungsfreiheit geschützt? Wenn das der Fall ist rate ich Herrn Kunzmann dringendst zum Austausch mit den Menschen, die dieses Leitprinzip fordern. Gemeinsam mit anderen stehe ich ihm hier gerne zu einem Gespräch zur Verfügung. Dasselbe gilt natürlich auch für den Schreiber des Artikels, Herrn Molitor.

Es geht uns Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen. Transgendern und queer lebenden Menschen eben um Akzeptanz und die lernen Menschen am besten in der Schule.

Leserbriefe

Verschwundene Schilder und die Folgen

Horst Schleining, Bempflingen. Schon wieder geht sie kaputt. Die Straße zwischen Bempflingen und Grafenberg. Eine Überraschung ist das aber nicht, wenn 30-Tonner-Lkws eine Straße malträtieren, auf der gerade mal zwei Pkws mit Vorsicht aneinander vorbeikommen und deren Aufbau für solche Brummis…

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