Leserbriefe

Demütigung für die Bürger

15.02.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Paul Pfinder, NT-Raidwangen. Ein Verfahren wie das Gewerbegebiet Großer Forst in dieser Form durchzuführen ist makaber, diffus und unglaublich, wie auf Nachfrage bei auswärtigen vergleichbaren Behörden ergab. Zum Abwasser ist die Leitungsführung und die Größe der Kläranlage ungeklärt. Nachdem bei einem Sprühregen zwischen einem und fünf Millimeter Niederschlag (ein bis fünf Liter pro Quadratmeter) in zirka zehn bis 60 Minuten auf die Erde fällt, sind dies bei 15 Hektar (150000 Quadratmeter) zwischen 150000 und 750000 Liter.

Bei einer möglichen Versiegelung von bis zu 80 Prozent sind dies immer noch 120000 bis 600000 Liter. Ein normaler Landregen mit fünf bis 20 Milliliter in einer Stunde bis zu einem Tag ergibt auf 15 Hektar bis zu drei Millionen Liter Wasser. Dies kann ein guter bearbeiteter, bewachsener Boden sehr gut aufnehmen und festhalten. Bei Gewitterregen von zehn bis 30 Milliliter in zehn Minuten bis zu einer Stunde haben Abwasserleitungen und offene Gräben schon größere Probleme, wie jedem ja bekannt ist.

Bei 30 Milliliter Wasser und 15 Hektar ergeben sich 4,5 Millionen Liter. Wohin und wie soll dies umweltfreundlich reguliert werden? Ich sehe die große Gefahr aber bei Unwettern mit Sturm und Hagel, die in kurzer Zeit noch mehr Niederschlag bringen und zu noch größeren Problemen führen.

Alle Voraussagen von Experten weisen darauf hin. Ich hoffe nicht, dass weitere Vorstellungen eintreffen. Bei den 200 bis 400 Stellen taucht die Frage nach Ausbildungsstellen und höherwertigen Arbeitsplätzen auf. Die bisherige Beschreibung ist mager. Was bleibt nach Abzug aller Vorleistungen der Stadt Nürtingen rechnerisch an Steuermitteln übrig oder ist es, wie viele vermuten, ein teures, nicht übersehbares Prestigeobjekt mit ein paar Eingeweihten? Diese Vorgehensweise und das Verfahren sind eine Demütigung für die Bürger, da vieles unter der Hand schon abgesprochen ist.

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