Leserbriefe

Demos werden leider missbraucht

18.12.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jürgen Klein, Unterensingen. Je mehr Menschen – nach dem Aufruf des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21 und für den modernisierten Kopfbahnhof K21 – auf die Straße gehen, desto mehr Gruppierungen mischen sich darunter und nützen die gewaltige Kulisse, um sich und ihre Partei darzustellen. Bei der Demo am letzten Samstag wurde dies sehr deutlich! Dies wird dem Aktionsbündnis und dem eigentlichen Zweck der Demonstrationen schaden und Herrn Mappus nützen.

Es sollte in erster Linie darum gehen, den Irrweg S 21 zu stoppen und nicht darum, wer am 27. März 2011 bei der Landtagswahl mehr Stimmen erhaschen kann. Bisher war es immer so, dass Parteinamen nicht genannt wurden und es „nur“ um die Sache ging. Man konnte nur an der Farbe erkennen, wer der eigentliche Organisator und Kopf der Bewegung war. Nachdem am Samstag zuerst Herr Conradi seine Genossen von der Basis begrüßte, setzte der Wettstreit um die Selbstdarstellung und Namensnennung der einzelnen Parteien ein. Lediglich Boris Palmer nannte seine Partei noch nicht und erwähnte nur die grüne Farbe der Ballons als seine Herkunft.

Wie lange wird die Front noch halten? Nachdem dann auch Gregor Gysi mit Genossin den Kopf in die Kamera halten durfte, gingen bei mir alle Alarmlichter an. Dieser Mann hat doch mit unserem Bahnhof bestimmt nichts am Hut. Diesem Treiben muss die Führung des Aktionsbündnisses Einhalt gebieten, sonst sehe ich für den Erfolg, „Kopfbahn K 21 noch durchzusetzen“, rabenschwarz. Natürlich ist es fast unmöglich, unerwünschte Leute von der Straße fernzuhalten, aber auf der Bühne haben sie nichts verloren, sonst bleiben die „Stammdemonstranten“ weg, denen es rein um die Sache ging und geht!

Am 11. Dezember war eine gewaltige Menschenmenge vor dem Bahnhof und später im Demonstrationszug unterwegs. Wie die Polizei mal wieder „nur“ 16 000 Demonstranten zählte, ist mir schleierhaft. Die Veranstalter kamen auf über 50 000 Leute, und dies kam der Sache schon wesentlich näher, denn der Menschenstrom schien überhaupt nicht mehr zu enden. Es sah so aus, als ob die Innenstadt komplett umzingelt war, so viele Menschen zwängten sich durch die Straßen. Wer etwas anderes behauptet, war nicht dabei oder will die Sache kleinreden. Deshalb jetzt Nerven bewahren, die Sache in den Vordergrund stellen, friedlich bleiben, keine Parteiwerbung machen, und der Erfolg wird möglich sein. Die Bürger wissen sehr wohl zu unterscheiden, wer die Arbeit gemacht hat und wer sich nur als Trittbrettfahrer dranhängen will, um Wählerstimmen zu fangen.

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