Leserbriefe

Demokratische Entscheidung

23.04.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dr.-Ing. Friedrich Röcker, Nürtingen. Zum Leserbrief „Gastronomie an der Fischtreppe“ vom 12. April. Wenn Dr. Wetzel der Fraktion Nürtinger Liste/Grüne vorwirft, Mehrheitsbeschlüsse nicht zu akzeptieren, dann hat er das demokratische Prinzip falsch verstanden. Demokratie findet nicht dadurch statt, dass alle gemeinsam den Finger heben.

In einer lebendigen Demokratie werden gegensätzliche Meinungen zunächst einmal angehört, dann diskutiert und am Ende wird abgestimmt. Was der Gemeinderat aber am 1. April vorgeführt hat, war ein abgekartetes Theaterspiel für das staunende Publikum. Wenn es anders gewesen wäre, hätten nicht große Teile des Gemeinderats bereits nach dem Vortrag von Herrn Ruthenberg applaudiert und klar zum Ausdruck gebracht, wer zum Zug kommen soll, ehe die beiden Mitbewerber Gelegenheit hatten, ihre Ideen vorzustellen. Der Vortrag der beiden anderen Bewerber hat nur noch dazu gedient, den schönen Schein eines Wettbewerbs aufrechtzuerhalten.

Demokratische Entscheidungen finden nur dann Zustimmung, wenn sie auf klaren und transparent kommunizierten Fakten beruhen. Wenn hingegen hinter den Kulissen und ohne Publikum alles bereits eingefädelt wurde, dann darf an dieser Vorgehensweise Kritik geübt werden. Und das hat nichts mit mangelnder Akzeptanz von Mehrheitsbeschlüssen zu tun.

Leserbriefe

Überhört Herr Grabitz kritische Stimmen?

Kai Hansen, Nürtingen. Zum Artikel „EU droht Milliardenklage wegen Pflanzenschutzmittels“ vom 11. November. Der Journalist Markus Grabitz gewährt dem weltgrößten Glyphosat-Hersteller Monsanto auf Seite eins der Wochenendausgabe der Nürtinger Zeitung eine prominente Bühne und betreibt zudem deren…

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