Leserbriefe

Dem Vorschlag fehlt es an Seriosität

09.03.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Walter G. Meyer, Nürtingen. Zum Artikel „Sozialpaket für Deutsche – SPD steht zu Gabriel-Vorschlag“, vom 27. Februar. Die Forderung von Sigmar Gabriel (unter Beifall von Ralf Steger) nach einem Sozialpaket für Deutsche ist blanker Populismus und an Verantwortungslosigkeit nicht mehr zu überbieten, zumindest in der Form wie es skizziert wird. „Die schwarze Null ist kein Selbstzweck“ meint Nils Schmid lapidar dazu.

Alle drei meinen damit, dass wir schnellstens neue Schulden in Milliardenhöhe machen sollten um weitere soziale Wohltaten auf Pump zu finanzieren, in der Hoffnung, dass der Wähler es der SPD dankt und diese aus dem 25- Prozent-Ghetto herausholt, wenn die sich da man nicht täuscht. Auch die von der SPD geforderte und wider besseres Wissen gegen jede Vernunft eingeführte abschlagfreie Rente mit 63 hat der SPD nichts genützt. Dass wir schon jetzt weit über eine Billon Schulden angehäuft haben scheint denen völlig egal zu sein (zur Erinnerung: Eine Billion gleich 1000 Milliarden).

Im 21sten Jahrhundert hat die SPD zwei sehr richtige Dinge auf den Weg gebracht, die Agenda 2010 unter Gerhard Schröder, weitgehend noch in kraft, und die Rente mit 67 in der ersten GroKo, nur leider in der zweiten GroKo von Frau Nahles wieder aufgeweicht, bis zur Wirkungslosigkeit.

Wenn man zum Sozialpaket wenigstens einen Plan zur Gegenfinanzierung gemacht hätte, zum Beispiel den Höchststeuersatz von 43 Prozent (von Schröder ohne Not abgesenkt) wieder auf den vorherigen Höchstsatz anzuheben und dann auch noch den Subventionsdschungel endlich mal zu lichten, hätte der Vorschlag noch einen Hauch von Seriosität gehabt, aber so?

Mir könnte es egal sein (ist es aber nicht) bin längst Rentner, aber gegenüber unseren Kindern und Enkeln ist es total verantwortungslos. Es sei denn alle öffentlichen Schuldenmacher spekulieren darauf, dass eine Hyperinflation den Schuldenberg abschmilzt, was das für normal Sterbliche bedeutet, scheint unsere Politiker nicht zu interessieren.

Leserbriefe

Die Stomleitung in den Boden verlegen

Reinmar Wipper, Nürtingen. Zum Artikel „Wohnungsbau im Gewann Wasserfall“ vom 13. Juli. „Zur Hochspannungsleitung halten wir dabei gebührend Abstand“, meint Stadtplanerin Schreiber bei der Vorstellung der Wohnbaupläne am Schelmenwasen. Diese Maßeinheit bedarf einer Präzisierung: Was ist…

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