Leserbriefe

Defizite bei der Stadtverwaltung

26.10.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Martin Böhm, Nürtingen. Zum Artikel „Wörth-Bebauung ist ein Kompromiss“ vom 20. Oktober. Herr Dümmel rechtfertigt sein Votum und bekennt sich zu seiner Entscheidung. Das ist grundsätzlich ein netter Zug. Es geht jedoch nicht an, dass dieser offensichtlich demokratische und bürgerorientierte Gemeinderat wiederum falschen Tatsachen beziehungsweise Annahmen bei so einer für die Bevölkerung wichtigen Entscheidung Glauben schenkt. Die Finanzlage der Stadt zum Thema Bebauung ist bis heute nicht offengelegt. Alternativen wurden nicht kalkuliert und eine Rückzahlung von Fördergeldern des Landes steht absolut nicht im Raum.

Bei dem viel zitierten und oft falsch zitierten „runden Tisch“ wurde in Zusammenarbeit mit der Stadt Nürtingen als optimale Lösung eine Vierzig- bis Siebzig- Prozent-Bebauung offen und demokratisch entwickelt. Sogar eine Fremdmoderation wurde hierzu bemüht. Dies ist das einzig verwert- und umsetzbare Ergebnis aller geführten Gespräche. Die durchgeführte Abstimmung mit der knappen Mehrheit ignoriert wissentlich dieses Ergebnis. Da darf man sich mit seinem „Pro-Votum“ schon etwas unwohl fühlen. Hier halten Stadtverwaltung und Oberbürgermeister nicht Wort. Das ist ein Fakt!

In Sachen „Selbstkritik“ und „Kritikfähigkeit“ sehe ich massive Defizite in der Stadtverwaltung. Inwiefern dies für wen gilt, kann jeder selbst entscheiden. Und darum geht es in einem „Rat“: Kritik annehmen, fragen, hinterfragen, anhören, Fakten sammeln, abwägen und dann entscheiden! Dann klappt’s. Außerdem darf ich sicher fragen, ob in Anbetracht des öffentlichen Interesses und Engagements so eine knappe Entscheidung überhaupt gesund sein kann. Guter Rat ist teuer! Konsens ein Fremdwort!

Leserbriefe

Wir brauchen Parteien, die Mut machen

Patrik Müller, Beuren. Zum Artikel „Die DNA der früheren CDU“ vom 15. September. Frau Kosova kann man zu ihrer gelungenen Integration in Deutschland nur gratulieren. Ich kann allerdings überhaupt nicht nachvollziehen, wie sich eine aus Usbekistan stammende Frau mit jüdischen Wurzeln, die in…

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