Leserbriefe

Das Tierwohl sollte alle interessieren

24.02.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Reiner Essl, NT-Reudern. Zum Artikel „Zappelnde Rinder am Schlachthaken“, vom 16. Februar. Wer den Artikel gelesen hat, dem muss die Lust, Rindfleisch zu konsumieren, vergangen sein. Es kann doch nicht angehen, dass Menschen, die täglich mit dem Tod unserer Mitgeschöpfe umgehen, so verroht sein können, dass sie das schreckliche Sterben dieser Tiere gar nicht mehr wahrnehmen. Jedoch ist es leider so. Auch eine Observation des Veterinäramtes hat nur oberflächlich stattgefunden und die Sicherheit des Betreibers befeuert, dass ein Sterben am Fließband den Preis von Tierquälerei einfach beinhaltet.

Aber wie ist es so weit gekommen, dass sich in einem relativ kleinen Schlachthof solch grausame Zustände entwickeln konnten. Die Antwort ergibt sich von selbst, denn Lebensmittel beziehungsweise Fleisch sind in unserem Land so billig zu bekommen und dadurch werden die Preiskämpfe der Verarbeiter bis zum Verbraucher auf dem Rücken der Züchter und dem Leiden der Tiere ausgetragen. Es ist nicht genug, dass man die Tiere mit Todesqualen teilweise über tausende Kilometer zum Schlachthof karrt, ohne dass man sich Gedanken macht, wie viel Leiden ein Stück Fleisch erfahren musste, bevor es auf dem Teller ist. Wenn die Ämter nicht in der Lage sind, den Fokus auf einen schmerzlosen Tod zu richten, so sollte die Gesellschaft es fertig bringen, dass das lebende Tier nicht alleine dem Gesetz des Marktes, mit all seinen negativen Attributen ausgesetzt ist.

Auch der Verbraucher ist gefordert, denn was kümmert es ihn, wenn all die Kämpfe im Markt und das widerliche Sterben außerhalb seines Bewusstseins stattfindet. Für ihn zählt nur der Preis und das Tier hat keine Lobby. Wichtig ist es, dass all die Tiere, die der Mensch ausbeutet, in ihrem kurzen Leben etwas Achtung erfahren dürfen und alle Stationen, die es durchlaufen muss, nicht zur Quälerei werden. Dies sollte doch realisierbar sein, denn dem Verbraucher, wenn er nur einen Funken Verständnis für seine Umwelt hat, wäre ein Produkt lieber, welches von einem artgerecht gehaltenen und schmerzlos getöteten Tier stammt.

Das Tierwohl sollte uns alle berühren und ins Bewusstsein gelangen, denn die Herzensgüte eines Volkes ist auch daran zu erkennen, wie es mit Tieren umgeht.

Leserbriefe

Hochwasserschutz in Neckartailfingen

Sebastian Kurz, Neckartailfingen. Zum Artikel „Mit höheren Einnahmen Schulden getilgt“ vom 4. Oktober. Dem Artikel habe ich entnommen, dass der Gemeinderat zum wiederholten Mal den mangelnden Hochwasserschutz in der Gemeinde Neckartailfingen kritisiert und die Verwaltung zum Handeln aufgefordert…

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