Leserbriefe

Das Märchen von der Jahrhundertchance

12.11.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jürgen Lempelius, Nürtingen. Zum Artikel „Eine Jahrhundertchance für die Stadt“ vom 8. November. In diesem Beitrag wird der Eindruck erweckt, als würde sich die Zugfolge auf der Strecke Nürtingen–Stuttgart durch das Projekt Stuttgart 21 wesentlich erhöhen. Das ist nicht der Fall, denn heute fahren in der morgendlichen Spitzenzeit zwischen 6 und 7 Uhr bereits fünf Züge in Nürtingen ab und erreichen Stuttgart Hauptbahnhof nach 28 bis 34 Minuten. Allerdings wird der Flughafen nicht direkt angefahren; hierfür wählt man die bewährte Buslinie 74 mit Anschluss an die S-Bahn.

Die geplante direkte Bahnverbindung zum Flughafen über die eingleisige Wendlinger Kurve mit zweifacher Fahrbahnkreuzung auf die von Hochgeschwindigkeitszügen genutzte Neubaustrecke Ulm – Stuttgart wird von allen Experten als Risiko angesehen. Für den zweigleisigen Anschluss an die Neubaustrecke gibt es hier weder Pläne noch eine Genehmigung.

Das Argument der Verschwendung von Steuergeldern im Falle eines Ausstiegs dürfte sich inzwischen wohl relativiert haben, da die behaupteten 1,5 Milliarden Euro eine einseitige Behauptung der Bahn sind und von unabhängigen Gutachtern auf 350 Millionen geschätzt werden. Auch das ist viel Geld, aber im Verhältnis zu den nicht offen gelegten Gesamtkosten in unbestimmter Milliardenhöhe überschaubar. Die als Alternative zu S 21 vorgeschlagene stufenweise Aufrüstung des Kopfbahnhofs im Rahmen des Projekts K 21 ist zweifellos die billigere und sinnvollere Lösung, die in der Bevölkerung große Sympathie findet.

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Kein Beitrag zur Barrierefreiheit

Manfred Reichle, Nürtingen. Zum Artikel „Kompromisse für den Schillerplatz“ vom 8. November. Dass nun ein Baum weniger gefällt werden soll als ursprünglich geplant, ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Nun sind zwei Bäume so krank, dass man sie fällen muss – (ein Schelm, wer Böses…

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